Frage von shutdown12, 7

Jugendförderung bzw. Unterbau schaffen für die Volleyballsparte eines Vereins?

Guten Tag,

meine Frage ist sehr speziell, dennoch hoffe ich darauf eine Antwort bekommen zu können.

Ich bin in einem Verein tätig, dessen Volleyballmannschaft in der 2. Bundeslige der DVL spielt.

Wir haben z.Z. keine Jugendmannschaften und deshalb würde ich mit der Aufgabe betraut dies zu ändern.

Allerdings habe ich leichte Startschwierigkeiten und weiß nicht so wirklich wo/wie ich anfangen soll.

Kann mir evenutell jemand dabei behilflich kein und mir ein paar Tipps zu diesem Thema geben?

Ich wäre dafür sehr dankbar!

LG shutdown

Antwort
von beuzec, 5

Hallo shutdown,

es hat sich bei uns bewährt, in den Grundschulen (3./4. Klasse) eine Doppelstunde als Volleyballworkshop anzubieten. Nach diesen 1 1/2 Stunden konnten die Kinder schon "richtig" spielen, d.h. je nach Können mit Fangen und Werfen oder Pritschstoßen ein kleines Turnier spielen. Als Grundlage hatte ich das Konzept des Bayerischen Volleyballverbandes genutzt ("Volleyball macht Kinder stark" bzw. "Volleyball in die Schule"). Dieses Stundenkonzept funktioniert so gut, dass Kinder aus dieser Schnupperstunde sofort in den Trainingsbetrieb der "alten Hasen" integrierbar sind.

Vielleicht habt Ihr Kontakt zu Lehrern an Grund- und weiterführenden Schulen oder könnt diese aufbauen, damit sie interessierte Kinder an Euren Verein weiterempfehlen können?

Wenn Du dann mit einer Gruppe beginnst, ist eines ganz wichtig: Geduld. Biete das Training weiterhin an, selbst wenn über zwei Monate nur wenige Kinder in der Halle stehen. Diejenigen, die treu jede Woche zum Training kommen, sind die besten Multiplikatoren bei ihren Freunden.

Noch ein Tipp, falls im ersten Jahr keine Mannschaft zusammen kommt: Halte die Kinder mit den Volleyballspielabzeichen bei Laune. Dann haben sie ein Trainingsziel und Du hast einen Anlass für einen Artikel in der Zeitung oder den örtlichen Blättchen, um auf die Jugendarbeit in Eurem Verein aufmerksam zu machen. Viel Glück und Erfolg!

Antwort
von poldynumberone, 6

Ich bin etwas verwirrt zu lesen das ein ein Verein der in der zweiten Liga spielt keine Jugendarbeit besitzen soll da mir in meiner langen Zeit als Trainer bzw als Verbandsfunktionär weder im Breiten noch im Leistungssport solch ein Verein begegnet ist der oberhalb der Landesliga keine Jugendarbeit vorzuweisen hat. Nun denn aber prüfe erst mal die Möglichkeiten die da sind (Trainer Hallen und Zeit) Dann würde ich mich mit den entsprechenden Landestrainern zusammensetzen denn ein Zweitlegist ist immer ein guter Partner um mit Stützpunkttrainern zusammen zu arbeiten und entsprechend durch Kaderspieler Nachwuchs zu bekommen

Antwort
von Hooky, 5

Weiter gehts (zu wenig Zeichen):

Zuerst musst Du den rechtlichen Aspekt abklären: z.B. Trainerlizenzen f.d. Jugendarbeit.

Danach die Trainingsmöglichkeiten (eigene/städtische Halle) und -zeiten. Zum Schluss die benötigte Ausrüstung.

Aber jetzt das wichtigste: Wieviele Jugendliche gibt es für Deinen Sport und wie kannst Du sie erreichen? Spontan fallen mir da Tageszeitungen und Internetmedien ein!

Antwort
von Hooky, 3

Hallo shutdown!

Aus eigener Erfahrung schonmal eines vorweg: Jugendarbeit ist ein sehr hartes Brot, ich weiß wovon ich dabei rede. Aaaaber: Es gibt nichts schöneres als mit Jugendlichen oder Kindern zu arbeiten und diesen eine Sportart nahe zu bringen!

Zur eigentlichen Frage:

Hat Euer Landes- oder Bundesdachverband hierzu eventuell eine Konzeption, die Du nutzen kannst? Frag einfach mal nach.

Kommentar von digrol59 ,

Das Schöne hast du schon genannt. Dazu zähle ich auch zu sehen, wie und welche Fortschritte sie machen

Schade ist, dass in meinem Verein die jungen Erwachsenen fehlen. Denn das ist nunmal so. Mit Schulabschluss und nachfolgender Ausbildung/Studium verliert man die allermeisten als (regelmäßige) Trainingsteilnehmer.

Antwort
von digrol59, 3

zur Mitgliedergewinnung:

Bei uns=Windsurfen ("nur" Breitensport) hat sich seit Jahren bewährt, einen Schnuppertag anzubieten. Wer Lust und Interesse hat, kann den Sport unter Anleitung und mit lustigen Übungen zur Vorbereitung ausprobieren. Rahmenprogramm dazu: Grill/Kuchenbuffet, Videos, Aktive auf dem Wasser. Für den Verein und die Funktioner ein personalintensiver Kraftakt, der dennoch Spaß macht. Bei den Interessenten sind Kinder und Jugendliche sehr deutlich in der Überzahl und kommen meist mit Eltern.

Viele bleiben bei uns und davon ist manchmal ein Elternteil, der sich dann über Jahre auch im Verein engagiert.

"Werbung" läuft in der örtlichen Presse, myheimat.de und unserer Webseite. Dazu zählen Berichte über sportliche Erfolge, Veranstaltungen, Mitgliederversammlungen oder die jährliche Jugendfreizeit (zugleich Trainingslager) an der See. Der Schnuppertag wird u.a. auch mit Aushängen an verschiedenen Schulen angekündigt.

An Vorstandssitzungen nimmt zudem der/die Jugendsprecher/in teil.

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