Frage von knolly83, 4

Ist Kun Tai Ko für für 5-jährige Kinder geeignet?

Kann man Kun Tai Ko schon im Kindergartenalter beginnen? Worin liegen die Vor- und Nachteile von Kun Tai Ko (oder generell einer Kampfsportart) für kleine Kinder? Welches ist eurer Meinung nach die kinderfreundlichste Kampfsportart?

Antwort
von Kyra72,

Ob eure Kun Tai Ko - Schule auch 5-Jährige aufnimmt, kannst Du am besten dort erfragen.
Im allgemeinen wird Kampfsport so für Kinder ab 6 /7 oder 8 Jahren angeboten.
Es gibt aber Ausnahmen.

Fast jeder Kampfsportverein hat eine Kinder-Sparte.
Dort wird dann kindgerechtes Training angeboten. Je nach Kampfsportart hat das bei den ganz Kleinen nicht mehr viel mit dem eigentlichen Kampfsport zu tun. Deshalb stehe ich Kampfsport für Kindergartenkinder skeptisch gegenüber.
Dürfen sie mitmachen, stören sie die anderen Kinder, die schon ernsthafter üben.

Ab dem Schulalter sind die Kinder in der Lage, sich zu konzentrieren, anderen zuzuhören und haben auch Lust, sich etwas zeigen zu lassen, was sie dann selbst ausprobieren wollen.
Vorher sind die Kinder noch so sehr damit beschäftigt, die Welt auf ihre eigene Art zu erforschen, mal einen Stein oder einen Stock aufzuheben, etwas zu werfen und die Wirkkung abzuwarten, einfach mal ein Stück zu rennen und dann zu schauen, was passiert....da finde ich es einfach sinnlos, ihnen ein geführtes Sportangebot zu machen.

Grundsätzlich fördert jeder Sport (so auch Kampfsport), die Konzentration, die eigene Körpermotorik, das Gleichgewicht, die Rücksichtnahme auf die Trainingspartner, Disziplin, Selbstbewußtsein. Ob das jetzt unbedingt Kampfsport sein muss - warum nicht?
Ich würde für Kinder einen Kampfsport bevorzugen, bei dem nicht geschlagen wird.
Zwar achten die Trainer in der Regel darauf, zu betonen, dass die Techniken nur im Notfall angewendet werden dürfen, aber für kleine Kinder ist es evtl. schon ein Notfall, wenn andere Kinder sie ärgern...

Mein Rat:
Schau Dir die entsprechende Schule an, erkundige Dich dort nach dem Einstiegsalter und lasse, bei Gefallen, dein Kind an Probetrainiings teilnehmen. Finde heraus, ob Dein Kind Spaß daran hat.
Wenn ja, ist alles o.k.

Der Klassiker bei Kindern und Kampfsport ist Judo - aber auch andere Kampfsportarten haben tolle Kinder-Sparten.
Judo können die Kinder richtig ausüben. Bei vielen anderen Kindersparten von Kampfsportarten geraten die eigentlichen Kampfsportarten in den Hintergrund, weil sie manchmal zu schwierig sind und zuviel Konzentration benötigen.

Antwort
von Dilla,

Ich glaube, dass sowas prinzipiell hilfreich sein kann, da Kampfsport den kleinen sehr viel Selbstbewusstsein verleiht. Das ist wohl das wichtigste Argument, da sich das positiv auf den Schulerfolg, auf das spätere Berufsleben und den Umgang mit Konflikten mit anderen Kindern positiv beeinflusst.

Antwort
von ralphp, 4

Ich bin davon überzeugt, dass Kindern eigentlich kaum etwas besseres als Kampfkunst passieren kann.

Durch Kampfkunst lernen Kinder schon im frühen Alter: Konzentrationsfähigkeit. Sie erwerben Körperbeherrschung, verbessern ihre Koordination und Motorik und lernen auch Selbstdisziplin.

All dies hilft Kindern in ihrer Entwicklung ungemein.

Zahlreiche Studien und Untersuchungen belegen, dass Kinder, die Kampfsportarten betreiben in der Regel auch in der Schule bessere Leistungen erbringen als gleichaltrige Mitschüler.

Nachteile in Bezug auf die Ausübung Kampfsportarten durch Kinder sehe ich primär keine. Sekundär schon: Kampfsporttraining für Kinder setzt nämlich voraus, dass die Kinder auch durch entsprechend sensibilisierte und befähigte Lehrer betreut werden. Kinder befinden sich im Wachstum. Kinder wissen nicht, wann eine Pause angebracht ist. Verletzungen können bei Kindern leichter zu bleibenden Schäden führen als dies in späteren Jahren der Fall ist.

Ist ein entsprechend verantwortungsvoll handelnder Lehrer für die Betreuung der Kinder verantwortlich, so spricht absolut nichts gegen Kampfkunst-Training für Kinder. Wenn es den Kindern Spaß macht, ist es aus meiner Sicht sogar ein absolutes Muss, um die kindliche Entwicklung zu fördern.

Ein kleines Problem gibt es aber dennoch: Nur wenige Kampfsport-Vereine und -Schulen bieten überhaupt Kurse für Kinder im Vorschulalter an. Im Zweifel sollte man mit dem jeweiligen Trainer sprechen. Unter Umständen sind auch Ausnahmen von der Regel möglich ...

Eine kinderfreundlichste Kampfsportart gibt es aus meiner Sicht nicht. Wohl aber sollten die Waffenkünste und im Vollkontakt betriebe Kampfsportarten für Kinder zunächst tabu sein. Das potentielle Verletzungsrisiko ist aus meiner Sicht einfach zu hoch.

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