Frage von Oswaldius66, 13

Ist in meinem recht komplizierten Fall mein Vorgehen zum Trainingseinstieg richtig?

Hi zusammen. Vorab die Daten: Ich bin m, 37, seit über 20 Jahren Raucher (25 Stück/Tag) und wog zwischenzeitlich geschmeidige 111kg bei 181cm Körpergröße. Natürlich ist/war mir klar, dass das kein gesunder Lebensstil ist/war (rauchen, gerne nachts essen), aber den "Hallo-Wach-Effekt" gab es beim Arzt, als auf dem Ergo abgebrochen werden musste, da der Blutdruck die 200er Marke (oberer Wert) sehr schnell geknackt hatte (210/150).. Hat mich schockiert, da ich vorher (okay in "Jugendjahren", d.h. bis 19 Jahre) nahe am Profibereich war (Fußball) und mich nach einer sehr schweren Verletzung auch wieder rangekämpft hatte- bis 32 habe ich Kreisliga A gekickt und da konditionell die Jungspunde in Grund und Boden gelaufen (bei einem Kampfgewicht von ca. 88-92 kg im recht austrainierten Zustand). Dann 5 Jahre Leerlauf mit beruflichem Stress mit der Folge der oben genannten , katastrophalen Werte. Jetzt muss ich Bisoprolol und Ramipril nehmen (Blutdruck und Herzschlag senken), will mich aber wieder sportlich verbessern, um u.a. von den Medis wieder wegzukommen- auch wegen der recht unerfreulichen Nebenwirkungen. Ja, Rauchen aufhören wäre Option Nr. 1, aber das schaffe ich psychisch (noch) nicht. Ernährungsumstellung war Option Nr.2 = Verzicht auf Kohlenhydrate (Kart., Brot, Nudeln usw.), dafür viel Salat, Gemüse, Lachs, Thun und Rind, ab und an Huhn und Käse. Das hat mich von den o.g. 111kg zunächst auf 102kg gebracht, aber ich fühlte mich nicht fitter. Ernährung schleifen lassen und wieder war ich auf 107kg. Jetzt habe ich wieder Laufen angefangen- Waldstrecke mit 90 Höhenmetern (natürlich hoch und nicht runter), 4,9 km- Zeiten waren zunächst 45 Min :-( mit 4 Gehpausen, dann 40 mit 3 Gehpausen, dann 39 mit 2 Gehpausen, 40 mit 2 Gehpausen, 37 mit 1 Gehpause und heute 33 Min.ohne Gehpause (Immerhin, bin aber auch rotzenplatt). Ich jogge momentan im Rhytmus 2 Tage laufen, 1 Tag Pause (nicht ideal, ich weiß) und habe noch 5 Wochen Zeit, in denen ich etwas erreichen möchte. Danach geht der Berufsalltag wieder los und ohne bis dahin spürbare Erfolge erzielt zu haben, fürchte ich, dass ich es wieder einreißen lasse, Gibt es Tipps, die zu beachten sind? Ist es besser, kontinuierlich (Babyschritte) die Zeit auf der gleichen Strecke zu verbessern, oder sollte eher die Strecke variiert werden (z.B. schrittweise auf 6km, 7km, etc.)? Ziel ist kurfristig einfach eine Verbesserung der Kondition und des Gefühls, mittelfristig ein Absetzenkönnen der Medikamente (sind "nur" 2,5 mg, d.h. sehr niedirg dosiert) und langsfristig ein Körpergewicht um die 90-92kg bei besserer Kondition. Bierbauch vorhanden (allerdings nicht durch Bier, sondern durch Portwein entstanden) und wenn der auch schwinden würde, wäre ich nicht böse^^. Was geht sonst noch gut? Irgendwelche Tipps für einen Wiederanfänger?

Antwort
von nafetsbln, 9

Hi,

ich denke auch, dass es schwer ist, gesund und fit zu sein (und sich auch so zu fühlen), wenn man viel raucht und soviel Wein trinkt, dass man einen Bauch davon bekommt. Mir liegt es völlig fern, dein Verhalten zu kritisieren, das ist jedermanns eigene Sache, nur kannst du nicht erwarten, deine ehemals gute Form zu erhalten, wenn du alles tust, diese zu zerstören. Ich habe auch Jahre geraucht. Es geht mMn am einfachsten so: schmeiss die Dinger weg und nimm keine mehr in die Finger. Das entscheidest du mit klarem Verstand. Wenn du Wein trinken willst, tue es aus Genuss und in Maßen.

Ob du etwas mehr oder weniger joggst, mal einen oder 2 Tage Pause machst, ist nicht entscheidend. Bewege dich viel, mal langsamer und mal fordernder, je nachdem wie du dich fühlst. Mache all das, was dir Freude am Sport-Machen erhält. Wenn du dich zu etwas quälst, wirst du es nicht lange durchhalten. Schwimmen, Radfahren, Joggen, Liegestützen zu Hause, mal ein (oft kostenfreies) Probetraining in einem Sportstudio usw.

Kohlehydrate würde ich auch nicht zu sehr reduzieren.

Wenn ich zwischen den Zeilen lese und deinen Satz als Beisiel nehme: "und ohne bis dahin spürbare Erfolge erzielt zu haben, fürchte ich, dass ich es wieder einreißen lasse",

würde ich sagen, dass du nicht wirklich mehr Wissen zum Training und zur Ernährung brauchst (da bist du fit), sondern an dir selber zweifelst. Entweder bist du ein Sportsmann oder ein Zweifler. Ein ehemaliger Chef von mir hatte den Leitspruch: "Mach, aber mach". Das wünsche ich dir und dann klappts auch... Alles Gute!

Antwort
von tttom, 11

Hallo und guten Tag,

es ist ja schön, dass du mit laufen angefangen hast, aber solange du noch rauchst wirst du keine wesentliuchen Fortschritte erzielen können! (Wenn du sagst du kannst noch nicht aufhören- warum auch immer- dann auf ein Minimum reduzieren!

Zum Thema Ernährung: Du sollst nicht auf Kohlenhydrate verzichten, das bringt nichts! Das Problem bei Kohlenhydraten ist, dass man sich danach nicht sehr lange satt fühlt und mehr isst, aber das willst du nicht! Ziel ist, dass du eine negative Energiebilanz vorweisen kannst!

Zum Training: http://www.joggen-online.de/lauftraining/ausdauertraining/verbesserung-der-ausda... gibt dir noch einmal nützliche Informationen! Ansonsten kann ich dir einmal empfehlen ins Schwimmbad zu fahren und anzufangen zu schwimmen (1500m)!

Für weitere Fragen und Bemerkungen stehe ich gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von Colliefrau, 1

Die meisten wollen zu schnell zu viel- da wirst du, wenn du Pech hast,

andere Probleme mit Sehnen und Bändern bekommen- die brauchen eine längere Zeit, um sich an die Belastung zu gewöhnen.

Also lieber lang und langsam am Anfang- bis du ohne Probleme und schnaufen laufen kannst. Lass dir Zeit und variiere liebr, indem du noch andere Sportarten einbaust. Krafttraining- schwimmen z.B.

Und ernähre dich ausgewogen. Man braucht Kohlehydrate zum Sport...

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