Horch am 30.06.2009 um 23:28 Uhr
Beim Laufen schwirrt mir so einiges durch den Kopf, mein Gehirn ist voll am arbeiten. Dabei versuche ich dann während des Laufens meine Gedanken zu sortieren, teilweise auch Probleme zu lösen. Ist das gut, oder leidet darunter mein Lauftraining?

Nun, das ist eine Art der Streßbewältigung oder des Verarbeiten von Ereignissen. Wenn du dies beim Laufen gut kannst und dich nachher auch sortierter im Kopf fühlst...warum solltest du dies dann nicht machen .

Das ist bei mir immer so, wenn mich was beschäftigt. Durch das Laufen finde ich oft auch einfache Problemlösungen, sei es beruflicher oder privater Art. Wenn ich dann zurück komme, bin ich total relaxed, weiß auch was ich zu tun habe und am nächsten Tag kann ich mich gleich über meine Arbeit her machen, weil ich die Lösung gefunden habe. Da geht meistens immer alles besser. Das Laufen ist ein Teil von Stressabbau und so kann es auf keinen Fall beim Training schaden, wenn Du nebenbei Dein Gehirn arbeiten lässt. So merke ich z.B. meistens nie, wie lange und wie schnell ich schon unterwegs bin. Da bin ich auch meistens entspannter, wie wenn ich jetzt mich zu sehr auf das Laufen konzentriere.

Für mich ist Laufen oder durchaus auch Radfahren eine Möglichkeit, in Ruhe einmal Dinge durch den Kopf gehen zu lassen. Solange Deine Sicherheit nicht eingeschränkt wird, Stichwort: "Aufmerksamkeit im Straßenverkehr", ist dagegen sicher nichts einzuwenden.
Dieser Denkprozess kann sogar effektiver sein, als wenn Du gezielt nachdenkst, da Du beim Sport in der Regel entspannter bist. Somit kann sich das Denken nicht nur zur Stressbewältigung, sondern auch zum Arbeiten eignen. Viele gute Ideen entstehen beim Sport!

Entspann' Dich mal! Du bist doch kein Profisportler, oder? Dann musst Du auch nicht 100% aus Deinem Training herausholen. Selbst wenn Dein Training also daruten leiden sollte, dass Du an etwas anderes denkst, ist es doch nicht schlimm!
Beim Grundlagentraining ist es uebrigens relativ normal, dass man an alles moegliche denkt. Wenn Du das bei Intervalltraining auch noch schaffst, dann beneide ich Dich allerdings um Deine Konzentrationsfaehigkeit ;-)

warum nicht. ist eine gute stressbewältigungsmethode. nur wenn ein wettkampf ansteht dann lieber aufs laufen konzentrieren, aber sonst...(nichts) viel spaß!
lg
Es spricht nichts dagegen wenn es gut funktioniert, sorgar noch praktisch ist es:-)
Aber falls es irgendwann nicht klappt, erzwinge es nicht sondern entspann dich.

Nun da wir Menschen als Säugetiere der höheren Gattung hier auf Mutter Erde Jahrtausende mit Jagen und täglichem Überlebenskampft zu kämpfen hatten sind uns die Instinkte für "Flucht oder Angriff" angeboren.Diese Menschen dachten natürlich über andere Dinge nach als wir heute aber sie mussten eine Strategie zur erfolgreichen Jagd haben und diese ggfs.auch ändern.Wir wissen in der heutigen zivulisierten Welt oft nicht was zu tun ist und sind "gestresst" angespannt und unglücklich.Eine Folge unserer "alten und heute kaum noch benötigten Instikte" und der Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen.Laufen ist da eine der allerbesten Therapien und wer beim Laufen nicht nachdenkt der sollte es mal probieren,es ist so wie xynatura es beschreibt,man findet für alles eine Lösung.So wie die Jäger in der Sahara,die das Wild bis zur erschöpfung treiben und dann erlegen.So haben wir Jahrtausende als überlegene Raubtiere überlebt.Viel Spass!!Und tschuldigung für die Abschweifung!
Ob dein Lauftraining darunter leidet kannst nur du selbst feststellen indem du vergleichst was du machen wolltest und was du erreicht hast. Deshalb ist es hiflreich darüber Aufzeichnungen zu führen. Ich schreibe mir bei jedem Lauf auf Zeit, km, MaxPuls, Durchschnittspuls, Pace und welche Einheit das war (also RDL, DL1, DL2 usw.).
Zu den Gedanken, das finde ich eigentlich nicht schlecht. Ich mache das eigentlich sgar bewusst oft, da es etwas über die Eintönigkeit der Lauferei hinweghilft. Schliesslich läuft man ja nicht jedesmal neue Strecken und das wird dann schon etwas langweilig. Ich merke dann immer, wenn ich über ein Problem nachdenke dass ich eigentlich genauso weitergelaufen bin wie ich es wollte, aber die Strecke gar nicht wahrgenommen habe. Kommt aber auf das Tempo an. Bei schnellen Einheiten wird das deutlich schwieriger. Ich versuche da teilweise über mathematische Dinge nachzudenken um auch festzustellen ob ich das überhaupt schaffe unter diesen Bedingungen. :)
Ich würde sagen, dass es auf dein Ziel ankommt. Falls ein Wettkampf ansteht, solltest du dich lieber auf das Laufen konzentrieren und dein Ziel vor Augen haben. Ansonsten ist Laufen ein ideales Training zur Stressbewältigung.

Hallo Horch, das kenne ich. Daher laufe ich auch so gerne, vorallem in stressigen Zeiten. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich irgendwie abdrifte und schlechtere Zeiten laufe. Daher würde ich dir eine Herzfrequenz messende Uhr ans Herz legen. Damit kannst du deine Belastung und auch deine Laufzeit immer wieder kontrollieren.