Hallo, dass man nach dem Ausheilen eines Knochenbruchs wieder bedenkenlos Sport treiben kann weiß ich. Ich habe nun gehört, das der Knochen an der verheilten Stelle eher noch belastbarer ist. Stimmt das? Wenn ja, warum?

Also man erzählt sich, dass der Knochen an der Stelle, wo er gebrochen und verheilt ist, nie wieder bricht. Warum? Hab was in nem Forum gefunden:
Ein Knochenbruch ist wie jede andere Verletzung: Beim heilen überkompensiert das beschädigte Gewebe. Der Knochen wird an der Bruchstelle in der regel auch dicker vorerst, welches sich mit der zeit wieder abbaut. (Die Osteoblasten - wenn ichmich nicht ganz verkehrt erinnere -sonder tatsächlich konzentrierte Säure ab, die in ausreichender Menge ein Loch in einem Motorblock fressen würde.)
"Das der Knochen an der vernarbten Bruchstelle dicker wird ist nicht ausschließlich von Vorteil. Bei starker Belastung, wo die Flexibilität des Knochens gefragt ist, werden einfach andere Teile des Knochen beansprucht. Deshalb entsteht auch selten eine Fraktur 2 x an der selben Stelle. So simpel kann man das Phänomen erklären."
Es kommt aber auch drauf an, welchen Bruch Du hast. Ein Splitterbruch ist sicherlich viel komplizierter als ein glatter Bruch.
Quarks & Co. schreibt folgendes:
Wenn der Knochen bricht
Knochen - Ein Wunderheiler So fest uns Knochen erscheinen mögen - in Wirklichkeit sind sie maßvoll elastisch. Deshalb können sie kleine Stöße problemlos abfangen. Doch bei einem Sturz, z. B. vom Skateboard, wirken enorme Kräfte: Der Körper schlägt mit dem 20-fachen seines Gewichts auf dem Boden auf. Bei einem Körpergewicht von 70 Kilo entspricht das 1,4 Tonnen! Das ist auch für den stärksten Knochen zu viel: Er bricht! Doch der Knochen ist ein lebendiger Bestandteil des Körpers: Sofort setzen die Selbstheilungskräfte ein.
Knochen in Alarmzustand
Das Knochenmark im Inneren des Knochens ist von kleinen Blutgefäßen durchzogen. Sie zerreißen durch den Bruch; ein Hämatom bildet sich. Dieses Blutgerinnsel verringert die Sauerstoffzufuhr zur Bruchstelle. Dadurch wird das den Bruch umgebende Milieu sauer. Für den Körper ein Alarmsignal: Weiße Blutkörperchen bauen alles zerstörte Material ab. Dann signalisieren Botenstoffe dem Körper, die Heilung einzuleiten. Knochenstoffwechsel in Akkord Zunächst bildet sich an der Bruchstelle Knorpel, weiches Gewebe, das zur Überbrückung dient. Dann rücken Knochenaufbau-Zellen an - die so genannten Osteoblasten. Auch unter Normalbedingungen werden Knochen ständig auf- und abgebaut. Jetzt aber müssen die Osteoblasten im Akkord arbeiten. Ihre Aufgabe ist es, Kalzium in das Knorpelgerüst einzulagern. So entsteht neuer Knochen.
Heilen ohne Narben
Nach wenigen Wochen ummantelt eine dicke Knochenschicht die Bruchstelle, ein so genannter Kallus. Diese Verdickung wird dann schrittweise wieder abgetragen, bis der Knochen seine ursprüngliche Form erreicht hat. Das erledigen die Knochenzerstörer- Zellen - die Osteoklasten. Sie ätzen das überflüssige Gewebe einfach weg. Zum Schluss werden rund um die Bruchstelle noch die Knochenbälkchen auf- und abgebaut, bis der Knochen wieder gut vernetzt ist.
Der besondere Knochen
Der Knochen ist im Übrigen das einzige Gewebe im Körper, das ohne Narbenbildung heilt und anschließend an der verletzten Stelle genauso belastungsfähig ist, wie vorher. Dass ein Knochen niemals an der gleichen Stelle wieder bricht, ist allerdings ein Gerücht - nur die Wahrscheinlichkeit spricht dagegen, dass es mehrmals die gleiche Stelle erwischt.
!!!!Danke!!!!!