andy11 am 28.06.2009 um 8:24 Uhr
Der Ex Radprofi und geständige Dopingsünder Jörg Jaksche hat dies in einem Interview zum besten gegeben. Was denkt ihr über diese Aussage? Und was denkt ihr über ihn?

Ich bin Sportler und daher auch der Meinung dass die Unschludsvermutung so lange zählt bis nicht eindeutig etwas anderes bewiesen ist!! Meiner Meinung liegt dass Problem ganz wo anders und zwar bei uns Zuschauern: Wo sind denn die Einschaltquoten am höchsten? bei den sog. königsetappen wenn die Radlfahrer wirklich fast schon unmenschliches leisten müssen. Wir sitzen daheim und ergötzen uns daran wie sie sich den Berg hochquälen und jedes jahr härte Touren fahren, weil der Mensch bzw der Konsument vor dem TV sonst nicht unterhalten wird, wenn nicht jedes jahr wieder ein noch schwierigerer Teil dazukommt. Die Tour de france ist seit Jahren auf einem Niveau dass unmenschlich ist und da ist es dann auch kein Wunder dass Athleten zu einen Dopingmittel greifen, um überleben zu können bzw dem Konsumenten sein Spektakel liefern zu können. Wer wundert sich denn da bitte???

Ich bleibe auf der juristisch korrekten Ebene und sage, dass immer noch die Unschuldsvermutung gilt. Solange es einem nicht nachgewiesen werden kann, ist jemand unschuldig.
Da gibt es keinen Unterschied zwischen einem mutmaßlichen Mörder und einem mutmaßlichen Dopingsünder. Und es hat sich schon in so manchem Fall herausgestellt, dass ein dringend Verdächtiger, in welchem Fall auch immer und wie viele Fakten auch gegen ihn sprachen, am Ende nachweisen konnte, dass er unschuldig war.
Alles andere sind Pauschalisierungen, Vorverurteilungen und bewegen sich auf dem Niveau der BILD-Zeitung, die gerne mal einen solchen Eindruck vermittelt, was ich genau weiß, da ich selbst als Journalist mein Geld verdiene. Zumal das Mediensystem so funktioniert, dass wir aufgrund mehrere Einzelfälle gleich davon ausgehen, dass alle im Dopingsumpf verstrickt sind. Es gibt noch mehr Sportler als Floyd Landis, Bernhard Kohl und Jörg Jaksche im Radsport, einige davon sind sogar recht erfolgreich-

Diese Behauptung würde ich als korrekt ansehen. Ich glaube, das es ohne Doping nicht möglich ist, die Tour zu überstehen. Ich glaube, dass alle dort zu illegalen Mitteln greifen, wenn auch in geringem und gesunden Maße! Ohne würden diese Wahnsinns-Leistungen wohl nie möglich sein!!

Nun, ich befürchte mal das die Wahrscheinlichkeit das der Tour Sieger 2009 auch gedopt ist recht hoch sein wird. Auch wenn man im Vorfeld keinen verurteilen soll. Der fade Beigeschmack wird leider bleiben, da die vergangen Jahre immer wieder gezeigt haben das die Jungs das Dopen einfach nicht lassen können. Sehr schade das ein an sich sehr schöner Sport so zerrissen wird.
Es ist zwar traurig, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass nach den vielen Skandalen bei der letzten Tour sich wirklich etwas geändert hat. Ich kann mir persönlich eigentlich immer garnicht vorstellen, dass man ohne Doping nicht auch eine Chance auf den Sieg hat, dass so ein paar Chemikalien soviel ausmachen. Naja, ich hoffe das beste, aber vielleicht braucht der Radsport nochmal einen schweren Schlag um sich selbst zu reinigen ?

ICH DENKE JEDER VON DEN TOP FAHRERN IST IN MEDIZINISCHER BETREUUNG UND WIRD VON SEINEM TEAM UND DEN ÄRZTEN BESTENS VERSORGT.OB DAS WÄHREND DER TOUR FESTGESTELLT WERDEN KANN IST EINE ANDERE SCACHE.VIEL SPASS!!

Wer in die Top 20 fahren will muss zu solchen Mitteln greifen, anders sind solch extreme Leistungen nicht zu erbringen. Man muss sich nur mal anschauen, wer gerade in Spanien und Südamerika trainiert (90% der Teams), weil es eben rein zufällig dort keine Doping Straffverfolgung und nur lasche Tests gibt.