Frage von panikmacher98, 161

Hüftdysplasie - Coxarthrose früher - OP, ja oder nein?

Hallo, ich leider seit ich 10 Jahre alt bin an einer erworbenen Hüftdysplasie. Da ich schon bei 3 Orthopäden war und keiner genau weiß, wie schwer meine Hüftdysplasie ist und ob ich schon bald eine Dysplasiecoxarthrose haben werde, wurde ein Rotations-MRT gemacht. Ich habe auch schon die Ergebnisse bekommen, leider kann ich nichts damit anfangen.

Meine Werte: CE-Winkel (li): 18° --> re: normal ; AT-Winkel (li): 43°, AT-Winkel (re): 40° ; Knieinnenrotation nach außen (li): 4° --> re: 14°

Ich habe ein deutliches kneeing-Inn und habe ein kauerartiges Gangbild, sowie x-Beine. Seit ca. einem halben Jahr leide ich unter belastungsabhängigen sowie Anlaufschmerzen in der Leiste und an der Außenseite der Hüfte, und in den Oberschenkeln, außerdem auch an Knieschemerzen und Lendenwirbelsäulenschmerzen. Die Leisten-, Hüft- und Oberschenkelschmerzen sind leicht bis mittel und die Knie- sowie die LWS-Schmerzen sind stechend und ebenfalls mittel.

Am Donnerstag habe ich einen Termin zur Auswertung des MRT's, aber ich möchte gerne jetzt wissen, was mit mir passiert.

Muss ich operiert werden (in meinem letzten Bericht stand, dass sie eine Tripleosteotomie durchführen, wenn ich Schmerzen habe)? Bekomme ich früher Arthrose? Hat jemand Erfahrungen mit dieser OP?

Danke für Antworten.

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Antwort
von Almeida, 147

Warte doch erstmal die Auswertung am Donnerstag ab, ohne dir zuviel Gedanken zu machen. Falls eine Tripleosteotomie durchgeführt werden sollte, würde diese das Arthroserisiko verringern. Deine aktuellen Gelenkstellungen begünstigen natürlich eine Arthrose, also Coxarthrose und Gonarthrose. Von daher könnte eine eventuelle Operation zur Verbesserung beitragen, aber das ist ja jetzt eher hypothetisch und das lässt du besser die Experten beurteilen. Gute Besserung schonmal!

Kommentar von Auaaua ,

Die sogenannten Experten verdienen Geld mit Operationen und sind in einer elitären Umgebung herangezüchtet worden, die sich einbildet, dass die Medizin mal kurz alles Mögliche durch Eingriffe revidieren kann.

Wenn Du Dir aber mal die Erfahrungsberichte und Auswertungen der Operationserfolge anschaust, dann wirst Du erschrocken das Kotzen kriegen. Von daher wäre ich SEHR vorsichtig mit solchen Empfehlungen!

Kommentar von Almeida ,

Deswegen empfiehlst du eine Tep?

Antwort
von Auaaua, 114

Hi,

die Werte kann ich leider auch nicht deuten (ich glaube aber auch nicht, dass die alleine ausschlaggebend sein können, um die Notwendigkeit einer Operation zu bestimmen!!!). Und mit der Triple-Osteomie habe ich keine Erfahrungen.

Ich würde Dir raten mindestens noch 2 andere Ärzte, Therapeuten, und Betroffene zu befragen, ob das Sinn macht. Viele Mediziner sind sehr schnell bei der Hand mit heftigen Operationen, die teilweise mehr schaden als alles andere! Sei da erstmal skeptisch und erkundige Dich in aller Ruhe....

Die Gefahr einer Arthrose ist bei einer Dysplasie natürlich erhöht. Das bedeutet aber nicht das Ende Deines Lebens. Man kann vieles durch konservative Maßnahmen und Krafttraining / Sport kompensieren. D.h. auch wenn Du Arthrose bekommst, kannst Du da u.U. gut mit leben. Dasselbe gilt auch für die Dysplasie.

Wenn der Leidensdruck zu groß ist, lass operieren. Zumindest die TEPs scheinen heutzutage für viele Betroffene ein Seegen zu sein. Da würde ich dann nicht lange drüber nachdenken, wenn ich permanent Schmerzen hätte.

Rein provisorisch das Gelenk richten zu lassen halte ich für stark fragwürdig!!!!!!!

Ich würde es so lassen und es mit Krafttraining bzw. einem Sport versuchen. Und wenn es unerträglich wird, würde ich mir eine Gelenksprothese verpassen lassen. Dahingehend wurde mir von Patienten immer nur Gutes berichtet die letzten Jahre. Die waren schnell wieder fit, endlich schmerzfrei, und konnten so ziemlich alles machen - von Hochleistungsfußball mal abgesehen....

Kommentar von Almeida ,

...das mit der Gelenkprothese ist halt so eine Sache. Das sollte wirklich die letzte Maßnahme sein. Gerade in deinem Alter stündest du, wenn du durchschnittlich alt wirst, vor 3-4 Implantatswechseln innerhalb deiner Vitae. Daher halte ich es für absolut unwahrscheinlich, dass sie dir ein neues Gelenk verpassen.

Kommentar von Almeida ,

ups...sry,wie alt bist du denn?Hatte irgendwie knappe 30 im Kopf, aber du hast ja gar keine Angabe gemacht...

Kommentar von Auaaua ,

Eine TEP hält heutzutage problemlos 2 Jahrzehnte, soweit ich weiss. Wenn ich ständig Schmerzen hätte, würde ich das auch in jungen Jahren machen.

Die andere Variante habe ich vorhin etwas gegoogelt und bislang nur Negatives gelesen. Von den TEPs weiss ich aus mehrfacher persönlicher Erfahrung, dass die Patienten sehr zufrieden waren - schneller wieder belastbar und vor allem schmerzfrei.

Zuletzt hatte ich eine 60-jährige Dame mit zweiter TEP, die nach 3 Wochen wieder normal rumlief und nach 6 Wochen am Aquafitnesskurs teilgenommen hat, den sie so liebte.

Ähnliches habe ich bei anderen auch erlebt, scheint mir mittlerweile doch ne saubere Sache zu sein....

Kommentar von Almeida ,

Mal gucken, in welchem Alter der Fragesteller ist.

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