Frage von Ink333D, 68

Hey, Ich betreibe schon seid 4 Jahren Kraftsport und hab seid ca einem halben Jahr beim Brusttraining schmerzen in der linken Schulter.?

Hey, Ich betreibe schon seid 4 Jahren Kraftsport und hab seid ca einem halben Jahr beim Brusttraining schmerzen in der linken Schulter.? Habe seid dem auch angefangen die Rotatoren aufzuwärem und zu trainieren. Dehnen ist seid dem auch pflicht. Dennoch bleibt der Schmerz beim Training. Inpinchment bin ich nie von ausgegangen, da ich bis vorgestern die Schmerzen lediglich wärend des Trainings hatte und diese auch oft von den jeweiligen übungen abhängig waren. Außerdem schmerzt mir die typische inpinchment Bewegung (60-120 grad) nicht. Jetzt habe ich jedoch seid guten 2 Tagen auch erstmals Schmerzen im Alltag, bei diversen Bewegungen (nicht unbedingt schulterbelastende bewegungen). Beim Onkel Dok war ich auch schon, doch wie erwartet bekam ich dort nur zu hören, dass ich besser erstmal pause machen soll und wenns nicht besser wird nochmal kommen soll... jetzt hab ich die Hoffnung, dass mir hier jemand helfen kann, ob es vllt nur ne eingeklemmte sehen sein könnte. Der Schmerz ist ein punktueller Schmerz in der seitlichen Schulter, welchen ich jedoch nicht als druckschmerz (sprich bei abtasten, drücken) püre. Er tritt bei diversen bewegungen auf, wie auch beim zurückziehen der Schulter. Freue mich über jede Antwort ! LG

Antwort
von nafetsbln, 45

Bei der Sehnenproblematik der Schulter ist die Supraspinatussehne am häufigsten betroffen (Reizung/Entzündung). Wenn du aber keine Anzeichen beim sog. schmerzhaften Bogen (60-120 Grad) hast, könnte auch die lange Bizepssehne ausschlaggebend sein. Deren Verlauf zwischen Schultergelenkpfanne/Oberarmkopf und Schulterdach begünstigt Sehnenprobleme vor allem bei einer nicht optimalen Stellung des Oberarmkopfes. Also wenn der Oberarmkopf nicht fest an der Pfanne fixiert ist. Dies ist vor allem beim Bankdrücken der Fall, wenn die Ellenbogen weit nach hinten genommen werden, um eine große ROM zu bekommen. Die ist fürs Muskelwachstum gut, nicht aber fürs Gelenk. Ebenso bei tiefen Dips. Dabei kommt die Sehne des langen Bizepsanteils unter starke Zugspannung, der Oberarmkopf wird nach vorne gedrückt.

Ebenso kann eine schlechte Haltung (z.B. langes Sitzen am PC mit vorgeschobenen Schultern) mit- oder ursächlich sein. "Verkürzte" Brustmuskeln gesellen sich dazu und verschärfen die Probleme.

Welche Sehnen/Schleimbeutel es sind, kann per Bildgebung (MRT oder evtl. Sonographie) diagnostiziert werden. Entsprechend dann die Vorgaben zur Behandlung.bis hin zu Stosswellen. Auf keinen Fall einen "Wald- und Wiesenarzt" Kortisonspritzen verabreichen lassen!

Solange: Reduzierung der Trainingsbelastung/häufigkeit, Bewegungen mit Schmerzauslösung bleiben lassen, nach dem Training mit Icepads kühlen, ich empfehle 1 Woche Ibu400, Dehnen, Aufwärmen. Viel trinken und intensiv atmen (Sehnenentzündungen heilen schlechter bei Sauerstoffknappheit), Seitheben bleiben lassen, Bankdrücken nicht zu tief (Stange 5-10cm vor der Brust stoppen, auch wenn alle was anderes sagen), kein Schulterpressen in den Nacken und vorne nicht zu tief runter gehen. Auf Schmerzen bei Klimmzügen achten, evtl. auch vermeiden. Rotatoren trainieren, nicht übertrainieren, sie sind klein. Wenn alle Brustübungen schmerzen, nochmal melden, es gibt eine "Spezialübung" unter weitgehender Entlastung der Bizeps- und Rotatorensehnen.

Kommentar von Setpoint ,

Dem gibt es kaum was hinzuzufügen ausser das zusätzlich der hintere Schulterbereich im Focus stehen  dh gezielt-"isoliert" auftrainiert werden sollte!

Kommentar von Ink333D ,

Vielen Lieben Dank schonmal ! 

Hätte nur noch eine kurze Frage:

Wäre ein eingeklemmter nerv, sehne nicht wahrscheinlicher, wenn ich keinen druckschmerz spüre ? 

LG

Kommentar von nafetsbln ,

Die Struktur der Schulter ist ja bekannt und ein Nerv klemmt da nicht mal einfach so (ohne Unfallgeschehen) ein. Ein Impingement ist ja vereinfacht ausgedrückt eine Einklemmung. Da Sehnenschmerzen der Schulter generell stark ausstrahlen, ist es oft schwierig, den Problemort genau zu lokalisieren. Hierzu sollte ein ausgewiesener Schulterspezialist klinische Symptome mit bildgebender Diagnosetechnik verbinden. Ja, es kann sein, dass es nicht die allg. üblich Verdächtigen sind, es könnte auch ein subcoracoidales Impingement mit Beteiligung des Subscapularis sein. Das hilft dir aber alles nicht weiter, du brauchst eine exakte Diagnose, damit es nicht schlimmer wird und dann eine adäquate Behandlung erfolgen kann. Von Knochenverwachsungen über Schleimbeutelentzündung oder sogar Problemen an der Halswirbelsäule kann es alles sein, deshalb: Diagnose einholen. Dann Training anpassen.

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