Ich habe mal gehört, dass man beim Laufen in der Kälte einen höheren Puls hat, als wenn den gleichen Lauf bei angenehm warmen Temperaturen macht. Stimmt das, und wenn ja, warum ist das so? Wie aussagekräftig ist denn dann der Pulsmesser? Dass würden sich doch alle Puls- bzw. Trainingsbereiche verschieben, oder?
Hi, die einen sagen, dass der Puls durch Hitze steigt und bei Kälte konstant bleibt, andere sagen, dass der Puls auch durch Kälte steigt. Da der Puls stark von der Körpertemperatur abhängig ist, dürfte er meiner Meinung nach bei Kälte unverändert bleiben, so lange die Körperkerntemperatur nicht in Gefahr ist. Und das sollte einigermaßen zweckmäßig gekleidet auch bei Regen und Wind nicht der Fall sein.
Nein eher einen niedrigeren Puls.Beide Extreme haben Vor-und Nachteile-im Winter muss man sich länger erstmal warmlaufen, friert deshalb schon mal 10Minuten leicht, empfindet aber auch die Anstrengung geringer oder später.Beim Laufen mit Pulsmesser sollte auch einige Zeit abgewartet werden bis überhaupt ein halbwegs verlässlicher Wert angezeigt wird.Außerdem gibt es spezielle Bekleidung für den Winter.Bei Hitze/Schwüle sollte man aber wirklich nicht die erlaubten Bereiche gänzlich ausreizen sondern muss sie stark abschwächen!
Klingt alles sehr interessant! Vielen dank für eure Antworten, grüße Bellissimo!
Hallo Bellisimo! Eine sehr spannende Frage. Nach kurzer Einsicht in ein paar Bücher komme ich ählichem Ergebnis wie "hallon". Vielleicht gelingt es mir, es noch etwas genauer zu erläutern. Grundsätzlich steigt die HF rein physiologisch bei Belastung und Hitze tendenziell eher an als bei Kälte. Dies gilt jedoch insbesondere für untrainierte und nicht aklematiesierte Sportler. Der Grund liegt in der Beschaffenheit (Hämatokritwert) des Blutes und der Körpertemperatur. Beides wirkt sich bei Hitze vereinfacht gesagt pulserhöhend aus. Das Plasmavolumen verringert sich und dadurch wird das Blut dickflüssiger. Der Hämatokritwert (prozentualer Anteil der Blutzellen an der Gesamtblutmenge) ist höher. Aufgrund der Schweißbildung und des Temperaturunterschiedes steigt auch der Blutdruck zusätzlich zur körperliche Belastung an. Dies in Kombination käßt die HF tendenziell zusätzlich ansteigen. Wird also bei Kälte trainiert bleibt die Termoregulierung aus. Auch mit einem übermäßigen Wasserverlust durch Schwitzen im Vergleich bei Hitze darf nicht gerechnet werden. Eher im Gegenteil. Eher die Atemorgane sind anfällig bei niedrigen Temperaturen. Mögliche Auskühlung durch Wärmeabgabe über die Haut und Wasserverlust, der subjektiv bei Kälte nicht so wargenommen wird ist zu berücksichtigen. LG Tom
Klingt alles sehr interessant! Vielen dank für eure Antworten, grüße Bellissimo!
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