Frage von julsen, 53

Hallo, habe seit ca. vier Monaten knieschmerzen?

Hallo, könnte villeicht jemand von Euch mir eine guten Tip geben, wie ich meine Knieschmerzen in Griff bekommen könnte. Man hat an meinem linken Knie ein Knochenmarködem am medielem Femurkondylus mittels MRT festgestellt. Bin seit dem bei einigen Orthopäden gewesen aber keine konnte mir helfen. Bin ein Mittelstrecken- Läufer und treibe zusätzlich Hallensport - Fussball und Basketball- um allg. fit bleiben zu können. Leider kann ich das vergessen, wenn mein Knie nicht mehr mitmacht. Vielleicht habt Ihr ähnliche Schadensbilder gehabt und habt vielleicht medizinisch- orthopädische Massnahmen bekommen, die Euch geholfen haben. Trage Sportschuhe mit Pronationsstütze. könnte es sein dass dies Schuhform mein Schadensbild ausgelöst haben, ausgelöst speziell durch den harten Sporthallenboden ? Danke für Eure Antworten und Eure Anregungen . Julsen

Antwort
von fitness47, 40

Ich bin kein Arzt und habe wahrscheinlich noch weniger Anhnung als du, aber ich hatte jetzt auch monatelang Kniebeschwerden. Ich war vor ca. 2 Monaten bei einem Orthopäden, welcher mir sagte, dass ich einfach zu ungelenkig bin und daher meine Knie alleine schon beim Treppen hochlaufen überlaste. D. h seit 2 Monaten bin ich mich jetzt am dehnen und habe seitdem keine Schmerzen mehr. In diesen 2 Monaten bin ich geschätzt 5 % dehnbarer geworden, also echt kein großer Fortschritt. Aber der Schmerz, sogar beim Sitzen auf einem Stuhl, ist jetzt weg. Probier es einfach mal.

Kommentar von julsen ,

Hallo  Wiporlo

danke für Deinen geistreichen Beitrag. Du hast Recht, es soll heißen " im " und nicht " am " medialen Femurkondylus. Deine Emfehlung, die Lauftechnik auf den Forfuß umzustellen ist tatsächlich hilfreich um die Aufprallbelastung der Kniegelenke beim Autreten besser abzufedern einerseits, anererseits wiederum schwer zu praktizieren, insbesondere wenn  man nicht mehr so schnell unterwegs ist. Deshalb kommt der Forfußlauf aus meiner Sicht nur bei den schnellen Läufern in Betracht. Aber danke dir doch für deinen guten Tipp. Ja, die Schuhe mit der Pronationsstütze habe ich mittlerweile in den Mühleimer geschmiessen. Habe leider mir niemals gründlich überlegt, dass der natürliche Abferderungseffekt des Fußgewölbes wegen diese Schuhform  völlig aufgehoben wird, insbesondere in den Sporthallen. Die guten Parkettböden sind leider aus unseren Sporthallen verschwunden. Ich denke wegen der harten Sporthallen- böden werden viele Sportler insbesondere aber Kinder mit ihren Gelenken negative Erfahrungen bekommen. Im Augenblick bin ich sehr frustriert, laufe nur auf den Krücken, habe entlich Orthopäden gefunden, die mir jegliche Kniebelastung untersagten. Mal sehen, ob ich jemals wieder Sport mchen kann, ich hoffe aber.                   Danke dir für Deine nette Antwort

Julsen

Antwort
von wiprodo, 48

Das Knochenmarködem muss ja wohl im (nicht „am“) medialen Femurkondylus sein. Ob ein solches Knochenmarködem durch mechanische Beanspruchung ausgelöst werden kann, muss ein Fachmediziner entscheiden. Wenn es aber so ist und als Voraussetzung gelten kann, müsste aus biomechanischer Sicht eine O-Bein-Stellung der Knie den Druck auf den medialen (inneren, in der Mitte liegenden) Epikondylus erhöhen – während der laterale (äußere, seitliche) Epikondylus eher bei X-Bein-Stellung überlastet ist. Da aber eine Pronationsstütze im Schuh die O-Bein-Stellung fördert und somit zu einem höheren Druck auf den medialen Epikondylus führt, wäre in deinem Fall (aus biomechanischer Sicht) eine Pronationsstütze unangebracht und somit deine Vermutung möglicherweise zutreffend.

Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre die Umstellung vom Fersenlauf auf Vorfußlauf; denn der Fußaufsatz (touch down) beim Vorfußlauf belastet die Knie deutlich weniger als der Fersenaufsatz (heel strike). Beim Mittelstreckenlauf wäre diese Umstellung kein Problem, denn welcher Mittelstreckenläufer praktiziert überhaupt Fersenaufsatz. Beim Fußball- und Basketbalspiel lässt sich aber Fersenaufsatz in vielen Bewegungsphasen nicht umgehen, sollte in deinem Fall aber weitgehend vermieden werden. Auf eine Pronationsstütze solltest du aber erst einmal verzichten.

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