Frage von fahrtwind, 42

Habt ihr Erfahrungen mit einem E-Mountainbike?

Ich finde so ein E-Mountainbike grundsätzlich gar nicht schlecht, denn man kann meiner Meinung nach damit genauso sportlich fahren, wie mit einem normalen Mountainbike, und ebenso einen guten Trainingseffkt erzielen. Leider sind die Dinger ja ganz schön schwer, aber dafür hat man ja den Motor wieder als Ausgleich. Mich würde mal interessieren, ob jemand von euch schon mit so einem E-Mountainike gefahren ist, und wie alltagstauglich so ein E-Mountainbike auch für sportlich ambitionierte Biker ist. Kann man aufgrund des hohen Gewichts nur eingeschränkt ins Gelände "holzen", oder machen die Teils auch wirklich Spaß! Bei dem Preis sollte man ja auch den zu erwartenden Spaßfaktor schon mal ein bisschen einschätzen können ...

Antwort
von jopick,

Also ich finde diese Lösung nur Sinnvoll, wen man aus gesundheitlichen Gründen mit Einschränkungen zu kämpfen hat. Es gibt da auch im Mountainbikebereich schon sehr gute E-Bikes, z.B. von Hai-Bike mit Bosch Mittelmotor, mit einem Gewicht so um die 21 Kilo. Aber wenn man Gesund ist muss man schon mit eigener Muskelkraft den Berg rauf !!

Antwort
von dampfbaer,

ich finde, dass sie schon Spaß machen durch die zusätzliche Leistung, die sie bieten aber das betrifft nur das leichte Gelände, das man sowieso auch mit Trekkingrädern fahren kann und bergauf. Bergab ist es wie schon erwähnt echt bescheuert, dass man Gas geben will und bei 30 Sachen geht plötzlich nichts mehr, weil man das volle Gewicht des Rades von einem Moment auf den anderen plötzlich ziehen muss. Im technisch anspruchsvollen Bereich wird so ein Gefährt entweder gefährlich (s.o.) oder einfach viel zu träge. Wenn man das Rad über eine Wurzelpassage lenken muss oder mal ne Stufe runter mit direkt anschließender Kurve o.ä. macht sich das einfach bemerkbar, ob man 10, 15 oder 25 kg mit sich herumfährt und dann sind bestimmte Niveaus einfach nicht mehr drin oder machen keinen Spaß mehr. Was die Trainingsfortschritte betrifft: das kann ich einfach nicht glauben, dass man damit seine Leistungen sinnvoll verbessern kann...

Antwort
von Juergen63,

Ich habe auf der Messe dieses Jahr die Möglichkeit gehabt so ein E Bike etwas ausgiebiger zu testen. Und meine Erfahrung ist das ein E Bike für sportliche Ambitionen nicht gut geeignet ist. Das Problem fängt schon damit an das das Einsetzen bzw. Zuschalten des Motors einen ruckartigen Schub mit sich bringt. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig sondern durchaus gefährlich ist. Wenn das Motorzuschalten zb. in Kurven geschieht oder bei engeren Radien machst du auf einmal einen richtigen Schuß nach vorne. Und dann mußt du hölisch aufpassen. Im Gelände mag ich mir das gar nicht ausmalen, denn dort hast du ja unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zu bewältigen was eine unterschiedliche Trittfrequenz etc. mit sich bringt. Du hast dort ruckartige Trittbewegungen und wenn dann der Motor immer aktiviert wird.... Fährst du auf der Geraden willst etwas Spit machen und kommst an den Punkt wo der Motor sein Limit ausgeschöpft hat bremst dieser dich ein so das du Geschwindigkeitstechnisch beschränkt bist. Du müßtest dann schon ein E Bike haben wo du den Motor abschalten kannst. Nur dann...kannst du auf den Motor auch ganz verzichten. Für die Stadt zum leichten Cruisen mag das E Bike ganz gut sein. Da kommt schon ein gewisser Spaßfaktor auf. Als sportliches Gerät ist es nach meiner Erfahrung aber eher ungeeignet.

Antwort
von runtheworld, 42

Sowas kostet schon einiges und der Motor sowie der Akku sorgen auf jeden Fall für reichlich Gewichtszuwachs und machen das Ganze nicht so wirklich sportlich. Dennoch gibt es Fahrräder die entsprechend ausgelegt sind. Das Wichtigste auf was man in diesem Zusammenhang achten sollte, wäre wohl der Akku - hier kann man sich dazu informieren: http://www.fahrradakkus.net/

Antwort
von Schneetiger,

Zudem sollte man die rechtliche Seite nicht außer acht lassen. Im Straßenverkehr sind ja nur sogenannte Pedelecs zugelassen. D. H. der Motor schaltet ab 25 km/h ab. Für ein Tourenbike noch ok. Für ein sportliches Mountainbike nicht. Schnellere E-Bikes können zugelassen werden, benötigen aber dann z. B. ein Nummernschild, eine Lichtanlage etc. Das Fahren mit diesen Bikes im Gelände ist in vielen Fällen schlichtweg verboten. Es herrscht vielerorts eh schon eine angespannte Situation zwischen Wanderern und Mountainbikern. Im Moment sind wir auf vielen Strecken nur geduldet. Mit dem Einsatz von E-Bikes werden sicherlich viele Streckensperrungen kommen.

Antwort
von greenwhite,

Ich habe einmal so ein E-Mountainbike auf einer Messe ausprobiert... das mit dem Motor ist cool, man tut sich definitiv leichter beim Fahren, aber die Nachteile sind der Preis (ich könnte es mir beispielsweise nicht leisten) und das Gewicht... aber der Spaßfaktor wäre auf jeden Fall gegeben sag ich mal

Antwort
von schorschi2,

Peinlich! Ich hänge mich mal auch aus dem Fenster, ohne dem Threadersteller nun was unterstellen zu wollen.

Geht mehr ins Fitness oder biked mehr. Stellt die Ernährung um oder macht sonst was ... aber bitte keine Batteriebikes in Rennrad- oder MTB-Form in Betrieb kaufen und toll finden.

Wenn das Oma Meier macht um noch mit ihren Enkeln auf dem Radweg mitzuhalten ist das in Ordnung, für alles andere gibt es Motorräder.

Antwort
von wurststurm,

Wenn ich ehrlich bin finde ich das ziemlich affig, zumal immer mehr damit bei uns in den Schweizer Bergen fahren. Hallo? Da kann ich ja gleich mit dem Auto oder Moped hochfahren. Natürlich, mit reiner Muskelkraft ist anstrengender aber das ist doch auch irgendwie der Sinn der Sache.

Kommentar von Juergen63 ,

So sieht es aus ! DH

Antwort
von WGschaider, 34

Hi, leider bis jetzt nur leihweise mit E-Bikes unterwegs war...

Ich habe aber eine sehr interessante Infografik gefunden, welche die Unterschiede, sowie die Vorteile, von E-Bikes und Pedelecs aufzeigt - http://www.eggerwirt.at/de/e-biking/128-0.html

Ich fand das sehr interessant, zumal man sich vor der Anschaffung eines solchen Gerätes ja wirklich über sehr viele Sachen Gedanken machen sollte (habe ich gemerkt). Am besten fragst du mal direkt im nächsten Mountainbike Areal nach, vielleicht haben sie sogar passende Sportgeräte zum Ausleihen da... So bekommst du sicher einen besseren Eindruck ob es etwas für dich und deine Ansprüche ist:-)

Liebe Grüße, Wolfi

Antwort
von sportella,

Diese Dinger haben in hügeligem Terrain ihre Daseinsberechtigung FÜR ÄLTERE MENSCHEN, die sonst gar nicht mehr radfahren würden. Z.B im Allgäu gibt es keine einzige Straße zwischen 2 Ortschaften, die nicht mindestens eine steile Rampe aufweist, die der Opa auf seinem Klapperrad sicherlich nicht mehr hochkommt.

Ebenfalls sinnvoll: Als "in-die-Arbeit-fahr-Gerät", wenn man es dann tatsächlich oft benutzt.

In beiden Fällen ist ein Trekkingrad sicher sinnvoller als ein MTB. Und: treten muss man trotzdem. Wer nicht mehr treten will, soll sich ein Mofa kaufen.

Alle anderen (also die, die unter 65 sind) sollten einfach ein bisschen mehr trainieren oder halt im flachen fahren.

Wir haben heuer oft schadenfroh grinsen müssen, wenn wir mit dem Rennrad die Radtouristen, die hre 30 kg-Dinger mit leerem Akku den Berg raufschieben, überholt haben.

Antwort
von Lippe,

Nein. Vielleicht lade ich so ein Ding ein wenn ich tod bin. Das ist ganz ehrlich gemeint in Bezug auf angesagten Spaß, Sport und vorallem Alltagstauglichkeit.

Die Dinger werden kein Selbstläufer, eher mal perspektivisch auf Rentnerteefahrten angeboten. Überteuert ist der ganz Mist genau so wie eine elektrische Heizdecke die sich mit einer App vom Smartphone aus steuern lässt. Ich stehe dann eher auf nur Fischstäbchen mit Zitrone, oder gar nichts essen. :-)

Antwort
von Salah,

Ich selbst bin Marathon-MTB Fahrer. Habe ein E-Bike noch nie gefahren. Finde dies aber super Möglichkeiten. Denn so ist es möglich auch für verletzte oder ältere Menschen auf den Bergen umherzufahren. Das darum Streckensperrungen kommen sollen oder das sich hier gewisse als Topsprtler sehen die sowas NIE machen würden finde ich einfach nur lustig :-).

Kommentar von Schneetiger ,

Wenn nur ältere oder verletzte Menschen auf E-Bikes in den Bergen fahren sehe ich kein Problem. Wenn es sich aber zu einer Massenbewegung entwickelt sehe ich schon ein Proglem. Zumal manche dieser E-Bikes Geschwindigkeiten bis 70 km/h ermöglichen. Man muss daher zwischen den einzelnen Kategorien bei E-Bikes stark differenzieren.

Die rechtliche Situation sehe ich leider auch nicht so entspannt wie du. Ich finde es auch alles andere als lustig. Es geht jetzt schon ohne E-Bikes in einen Bundesländeren darum alle Trails zu sperren. Mountainbiken ist dann nur noch auf breiten Forstautobahnen zugelassen. Am Gardasee sind aktuell zahlreiche Streckensperrungen. Die Polizei steht unten an den Trails und bittet die Biker gehörig zur Kasse. Mir bleibt es verborgen, was daran lustig ist, wenn sich diese Situation verschärft?

Fazit: Wenn alte und kranke Menschen dadurch in den Bergen unterwegs sind, dann ist das sicherlich kein Problem. Sofern die Technik über die Tour nicht einen Defekt bekommt. Dann kommt der Biker aus eigener Kraft nicht mehr nach hause. Wenn Freerider und Downhiller mit ihren Bikes in Zukunft elektrisch den Berg erklimmen um dann ohne Rücksicht auf Wanderer ins Tal zu rauschen wird es zum Problem.

Kommentar von Salah ,

Du kommentierst das aber richtig, "wenn". Sollen wir den technisch sehr versierten Fahrern die aber zum Beispiel zu alt sind oder eben sich verletzt haben einfach die Möglichkeit nehmen dies zu betreiben?

Wenn bei euch in Deutschland über die Sperrung von Trails diskutiert wird macht mich dies natürlich traurig. Aber es ist sowieso so, das Land wird auch das machen was für den Tourismus am nützlichsten ist. Sind die Wanderer grossflächig in Überzahl werden die Bundesländer auch für sie entscheiden. Bei uns in der Schweiz ist dies auch so, zum Glück aber gibt es bei uns sehr viele Biker. Das wissen auch die Tourismusgebiete.

Wir alle können einfach nur das machen, dass wir uns sehr anständig auf den Wegen benehmen.

Antwort
von anonymous,

Bin früher ziemlich mit dem MTB unterwegs gewesen und habe jetzt seit 3 Jahren eine Schädigung am Ischiasnerv mit Kniebeteiligung und weiterführend eine Schädigung der motorischen Nerven im Unterschenkel. D.h. sobald es bergauf geht oder ich mit viel Kraft treten muss (teilweise auch bei Schnee, Matsch etc.) bringe ich keine Kraft mehr auf's Pedal, weil dann mein Bein wegknickt, Knie immer dicker wird etc., und das hat überhaupt nichts mit Faulheit zu tun! Mein Mann biked nach wie vor sehr gerne und viel und zu seinem Leidwesen jetzt auch viel alleine. Ich würde gerne wieder MTB-Touren mit Ihm fahren und überlege auch hin und her - werde mir wohl irgendwann so ein Teil besorgen. Diese Arroganz, daß man nur mountainbiken darf, wenn man aus eigener Kraft hochkommt, nervt ziemlich. Ihr benützt ja im Winter vielleicht auch Skilifte? Oder alles nur Tourengeher? Beispiele gibt es viele! Natürlich wäre ich froh, wenn ich wieder so wie früher fahren könnte, aber - das ist halt nicht - eine Nervenschädigung lässt sich so einfach wegoperieren!

Antwort
von Nordicfan,

Glaub mir ich bin ein Bergradler, wenn du in einem Gelände unterwegs bist, wo du auch mal das Rad über einen Zaun wuchten musst, oder auch mal schieben musst, dann überlege das ein E-Bike dir die Lust auf eine Tour ziemlich nimmt. Wenn du noch nicht so alt bist, und dich auch mal gerne in den höheren Regionen aufhalten willst, dann schau dich um, ein MTB um etwa 2500 Euro das 10 Kilo wiegt. Glaub mir das ist das wahre.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community