lichtgestalt am 15.08.2007 um 16:54 Uhr
Laufschuhe verschleißen ja mit jedem gelaufenen Kilometer. Am Schluß haben sie überhaupt keine Dämpfungseigenschaft mehr, weil sie einfach "durchgelatscht" sind. Aber wie kann man feststellen, wie die Dämpfungseigenschaft in der Zwischenzeit ist? Oder wann sind eigentlich Schuhe "ausgelatscht"? Bei z.B. 30% der ursprünglichen Dämpfung, oder mehr oder weniger? Ab wann sollte man die Schuhe eigentlich ausrangieren?

Laufschuhe sollten nicht mehr als ca. 1.000 km gelaufen werden. Anzeichen für eine nachlassende Dämpfung sind z.B. wenn die Schuhe schief aussehen und die Sohle seitlich "schrumplig" wird. Wenn man täglich lange Strecken läuft sollte man den Schuhen auch Zeit zum Erholen geben, d.h. das Dämpfungsmaterial geht wieder etwas auf, wenn die Schuhe ein paar Tage nicht getragen werden. Es ist sinnvoll dann mehrere Paare zu benutzen möglichst auch unterschiedlicher Marken. Deutliche Anzeichen des Verschleißes sind auch, wenn die Ferse innen aufgerieben ist und schon das Innenleben hervorkommt oder wenn das Meshmaterial am Vorfuß Löcher bekommt, was allerdings auch schneller passiert wenn man oft im Regen läuft. Lieber öfter mal in ein paar neue Schuhe investieren als sich die Gelenke kaputt machen, vor allem wenn man wirklich viele Wochenkilometer läuft!
Rennsemmel hat schon fast alles gesagt, aber ein paar kleine Ergänzungen habe ich noch: Wenn die Dämpfung im Fersenbereich seitlich Querrillen bekommt, deutet das auch auf Abnutzung hin. Ansonsten merkst du es auch beim Laufen. Ich habe Schuhe gehabt, die auf einmal bretthart wurden, wo ich also das Gefühl hatte, dass sie gar nicht mehr dämpfen. Und ich hatte auch schon Schuhe, die mit der Zeit schwammig, also irgendwie weich wurden. Dann war es jeweils höchste Zeit zum Aussortieren.