Frage von pumpingiron1, 80

Genetik wichtig?

Ist die Genetik wirklich so wichtig um schnelle Fortschritte in Kraft und Schnelligkeit oder Muskelaufbau zu erreichen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Setpoint, 37

Die  Genetik spielt einer sehr grosse Rolle bzw die Voraussetzungen u.Veranlagung  was zB Kraftentwickung und Schnelligkeit angeht.

Das beginnt schon damit das untrainierte Personen von Natur aus einen unterschiedlichen physiologischen Querschnitt der Muskulatur aufweisen zzgl spielt die Faserart eine grosse Rolle dh nicht unbedingt die Anzahl sondern eher der Flächenantei zwischen FT u. ST Fasern,gerade die schnellzuckenden FT -Fasern sind hauptsächlich für Schnelligkeit und Kraft verantwortlich.

Durch intensives Training lässt sich zwar die Fasert in eine andere Richting im gewissen Grade zeitweise verändern aber das reicht nicht für absolute Spitzenleistungen zB im Sprint oder Gewichtheben.

Fiederungswinkel somit Zugrichtungswinkel der Muskelfasern spielen auch eine Rolle sowie der genauer Ansatz u. Ursprung der Sehnen,Länge u. Dicke der Knochen u.Gelenke besonders für die Krafteinleitung u. Übertragung der Kräfte immens wichtig ist siehe zB Gewichtheber...kurze Arme u.Beine-langer Rumpf somit perfekt für diesen Sport bezogen auf die Hebelverhältnisse.

Die Reizverarbeitung auf Trainingsreize u. deren Anpassungsfähigkeit /Adapabilität) ist zu min. 50 % (je nach motor.Fähigkeit) auf Erbanlagen und Entfaltung (Genexpression) zurückzuführen,selbst die Neigung zur körperlichen Aktivität ist grösstenteils genetisch bedingt.

Prinzipiell ist jede motorische Fähigkeit in gewissen Grenzen genetisch limitiert sei es die Beweglichkeit,Schnelligkeit ,aerobe Ausdauer,Kraftausdauer,Koordinationsfähigkeit,Schnellkraft usw usw.

Die  Belastungstoleranz somit die Ermüdungswiderstandsfähigkeit des ZNS sowie auch  die Nährstoffverwertung nebst P-Ratio sind genetisch limitiert.

Im Sportbereich wird aufgrund vieler Einflussfaktoren selbst bei härtesten Training nur selten der Genotypus vollständig in den Phänotypus umgesetzt.


Jeder kann sein Aussehen positiv verändern,schneller und Beweglicher werden und Kraft u.Muskeln aufbauen usw allerdings nur innerhalb seiner genetischen Grenzen.


Wo diese sind, gilt es herauszufinden.

Gruss S


Antwort
von SportsMannFred, 41

Um ehrlich zu sein, Ja.

Allerdings sollte das kein Grund für dich sein, mit dem Sport aufzuhören.

Es gibt extrem viele Menschen, die dasselbe sagen: "Egal was ich mache, ich nehme nicht zu". Ich war nicht anders, bis ich es einfach mal richtig gemacht habe. Es geht darum, extrem viel an Essen zu sich zu nehmen und diszipliniert zu trainieren.

Es darf keine FOOD-Restdays geben. Das heißt, dass du wirklich ausnahmslos jeden Tag deine Kalorien zu dir nehmen solltest, um dir den bestmöglichen Erfolg zu sichern. Bevor ich wirklich gelernt habe, was es bedeutet, richtig zu trainieren, sich richtig zu ernähren und richtig zuzulegen, habe ich 3 Jahre aus meinen Fehlern lernen müssen. 

Es hat mir nicht geschadet, aus den Fehlern anderer zu lernen, ich habe mir also so viel Informationen wie möglich aus allen Quellen angeschafft, vor Allem aber damit angefangen, was selbst einige der bekanntesten "Profis" missachten: Ich habe hinterfragt! Ich habe mich in die Anatomie des Menschen vertieft und mir selbst versucht zu erklären, indem ich Hypothesen aufgestellt habe, wie die Muskeln sich bei gewissen Übungen bewegen und welche bei welchen Übungen angesprochen werden.

Das führte bei mir dazu, dass ich Übungen, die ich noch nie zuvor ausgeführt hatte, nach ein bis zwei Mal erproben, bereits konnte! So viel dazu :D

Du solltest, wenn du wirklich zunehmen willst, ungefähr wissen, wieviel du an Kalorien pro Tag verbrauchst. Dafür gibt es genügend Kalorienrechner im Netz. Empfehlen kann ich dir auch, deinen Körper erst einmal daran zu gewöhnen, mehr zu essen. Du musst sowohl beim Training, als auch bei der Ernährung an deine Grenzen gehen, um das Optimum zu erreichen, d.h., dass du wirklich nach jeder Mahlzeit sehr voll sein solltest, oder du splittest die Mahlzeiten auf mehrere kleine auf (Zweiteres ist der Optimalfall, da der Körper so besser verwerten kann). Iss so viel, wie noch nie zuvor und wenn sich nach 2-3 Monaten, nicht mehr und nicht weniger, noch nichts getan haben sollte, dann lasse deine Schilddrüse überprüfen. Wenn du dich so ernährst, und so trainierst, wie ich es dir sage, dann solltest du nach 3 Monaten mindestens 10 Kilo zugenommen haben, wenn nicht mehr.

Ich lüge nicht, bei mir waren es 15 Kilo in 3 Monaten. 

Ein kleiner Tipp noch: Lass dir nie von dir selbst oder anderen etwas über deine Genetik erzählen, und vor allem solltest du das nicht beachten. Jeder kann einen trainierten Körper bekommen. Genetik sorgt nur dafür, dass es bei einem schneller und beim anderen langsamer geht. Der eine wird dafür dann meistens in der Theorie mehr Ahnung haben, da er mehr Zeit damit verbracht hat, und sich mehr damit auseinandergesetzt hat, weil Der mit der guten Genetik, nicht viel dafür tun musste :) (Subjektives Urteil meinerseits, muss nicht wahr sein, ist nur eine Zusammensetzung meiner Denkweise und der Fälle, die ich bisher gesehen habe) 

VIEL ERFOLG DIR und ich hoffe ich konnte dir helfen! :D

Kommentar von Setpoint ,

Du weisst aber schon das bei einem Kalorienüberschuss zu einer Fetteinlagerung kommt ,je nach P-Ratio die bei jedem unterschiedlich ist und  NICHT zwangsläufig bei jedem zu mehr Muskelmasse führt.dh was bei dir funktioniert hat, muss nicht bei anderen funktionieren, da sollte man immer den KFA im Auge halten und rechtzeitig seine Kalorienmenge anpassen, allerdings  gebe ich dir prinzipiell Recht ,das viele wie wahnsinnige  trainieren aber vergessen ausreichend zu essen.

Antwort
von Schumi23, 38

Hallo,

Ja, die Genetik spielt eine Rolle wenn es um Kraft bzw. Muskelaufbau gibt, jedoch gibt es wenige Menschen welche die perfekte Genetik dafür haben. Manche Bodybuilder haben auch nicht die perfekte Genetik, trotzdem reicht ihre Genetik aus, um eine x-beliebige Muskelmasse zu erreichen

Antwort
von Nudasa, 18

Hängt von vielen Faktoren ab. Aber Genetik, Ernährung und Trainingsintensität müssen im Einklang sein, damit auch unsportliche Leute einen gewissen Leistungsschub erhalten. Ob man aber das Ziel eines Superathleten verfolgt oder nur generell fit sein wird, ist natürlich eine andere Frage!

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