Frage von ckondziela,

Frage zur Anwendung eines Tubes mit 2 Karabinern

Hi,

für eine höhere Bremswirkung eines Tubes habe ich folgenden Tipp gelesen:

"Wem die Bremskraft der Tubes zu gering ist (vor allem bei dünneren Seilen), kann noch ein zweiten Karabiner in das Gerät einlegen, um eine höhere Bremskraft zu erzeugen"

Die Frage stellt sich da meine Sicherungspartnerin ca. 60kg wiegt und ich 90. An sich haben wir keine Probleme, das "Abheben" in manchen Situationen ist für Sie kein Problem. Nur gerne würde ich Ihr die "Belastung" gerne etwas verringern.

Jetzt steh ich gerade voll auf dem Schlauch, mit einem Brett vorm Kopf !!

Kann mir jemand erklären wie das mit dem 2.ten Karabiner durchzuführen sein soll? Bin grad zu blöd das zu verstehen ^^

MFG

Chris

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von martinmuc,

Hallo,

auch ich würde Deiner Partnerin zu einem Halbautomaten raten.

Das ClickUp lernt man sehr schnell, ich finde es ist ein sehr schönes Gerät und ähnelt dem Tuber weitgehend, so dass der Umstieg nicht schwierig ist. Manch ein Unfall in der Kletterhalle wäre mit diesem Gerät nicht passiert......

Eine Einweisung mittels "Privatstunde" bei einem Übungsleiter ist aber empfehlenswert.

Das GriGri ist wesentlich besser als sein Ruf, allerdings schwer und auch teurer. Um die Bedienung zu erlernen (insbesondere die Anwendung der Gaswerkmethode zur Sicherung des Vorsteigers) , muss man etwas Zeit spendieren und zwar mehr als beim ClickUp.

Ich hoffe, das hilft etwas!

Sicher gibt es auch auf Youtube Videos zur Bedienung der Geräte. Herzliche Klettergrüße!

Kommentar von martinmuc ,

Hallo,

schau mal hier, da ist alles erklärt.

http://www.youtube.com/watch?v=MiaHEjEAELU&feature=related

Antwort
von josy83,

Hi Chris,

dabei werden die beiden Krabiner parallel in die Einseilschlaufe eingehängt und das Seil läuft auch über beide Karabiner. Unten habe ich auch ein Bild angefügt (aus: Panorama 3/2012). Bei dem Gewichtsunterschied wäre ein Halbautomat allerdings auch eine Überlegung wert.

Grüße, Joe

Kommentar von ckondziela ,

Hi Joe,

vielen Dank für die schnelle und gute Antwort. Über die Möglichkeit eines Halbautomatischen Sicherungsgerätes habe ich auch schon nachgedacht.

Leider Klettern wir noch nicht so lange, und unsere Erfahrungswerte halten sich in Grenzen :-)

Im Netz bin ich auf das Mammut Smart aufmerksam geworden. Denkst du das wäre vllt. eine Alternative?

Gruß

Christian

Kommentar von josy83 ,

Mit dem Smart habe ich noch nie gesichert, aber vom Prinzip her ist es sicherlich eine gute Alternative. Ich persönlich nutze das Click Up und bin voll zufrieden damit. Bin vor ca. einem halben Jahr vom Tuber umgestiegen. Der Umstieg fällt relativ leicht weil die Bedienung grundsätzlich der beim Tuber sehr ähnlich ist. Der Klassiker unter den Halbautomaten ist das GriGri, wobei da die Umstellung wohl schwerer fällt.

Es gilt natürlich was für alle Sicherungsgeräte gilt: Von jemandem zeigen lassen der sich (wirklich!!) damit auskennt, überlegen wie der Brems- bzw Blockiermechanismus funtioniert und wie das Gerät folglich bedient werden muss/sollte.

Antwort
von Eddie,

Ein Tube ist gut und allemal besser zum Sichern geeignet als die Acht oder gar der klassische HMS. Wenn die Bremswirkung jedoch zu schwach erscheint, sollte man spätestens über den Halbautomaten nachdenken – und nicht über einen zweiten Karabiner zum Tube. Den Mammut Smart kenne ich nicht, wohl aber das GriGri ... kann nach jahrzehntelangem Gebrauch nur Positives darüber berichten. Gäbe es keine mir unbekannten Wettbewerbs-Produkte, würde ich wohl sagen: Das GriGri ist nach entsprechender Einübung das beste Sicherungsgerät überhaupt.

Grüße Ed

Antwort
von slowboarder,

hi
zur veringerung der Belastung gibts nen einfachen, aber wirkungsvollen trick (vorallem für den Vorstieg): wenn du vorsteigst, dann klippe erst die erste Exe der Nachbarroute und dann die erste Exe deiner Routem,so daß ein 2x abgewinkelter Seilverlauf entsteht.
wenn du jetzt stürzt oder abgelassen wirst, dann entsteht in der Umlenkung zusätzliche Reibung, welche die Kräfte auf den Sicherer deutlich reduzieren.
Das Seilausgeben fürs Klippen wird hierdurch nicht behindert, weil das Seil dann ja locker ist und so keine Reibung entsteht.
Der Trick funktioniert auch beim Toprope-Klettern.
Kleiner Nachteil, wenn die Halle voll ist, muss man sich mit den kletterern der Nachbarroute absprechen., aber wenn die sehen das da ein deutlicher Gewichtsunterschied ist, gibts meistens kein Problem.
Gruß Daniel

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