Frage von jochen67,

Flacher Lauf vs. Landschaftslauf

Hallo Läufer,

wieviel Zeitunterschied/langsamger würde ich sein bei einem Marathon Stadtlauf mit fast keinen Höhenmetern, im Vergleich zu einem Landschaftsmarathon mit in Total 700 Metern Steigung und Gefälle. Als Vorgabe denke ich an 3:45std für den Stadtlauf. welche Zeit hätte beim Landschaftsmarathon?

Danke für die Antworten

Gruss

Jochen

Antwort
von LLLFuchs,

Hallo Jochen!

Wenn Du 3:45:00 läufst, dann hast Du eine Pace von 5:20. Anstiege werden meistens in Leistungskilometer umgerechnet und da kommen verschiedene Ansätze zur Anwendung.

  • Im Militär rechneten wir pro 100 m Höhe die Marschzeit von einem Kilometer hinzu. Hier wurde aber marschiert und man trug schwere Ausrüstung.
  • Im Sportbereich rechnet man bei 100 m Höhe mit einem halben Kilometer. (Im weiteren rechnet man auch mit einem Bonus beim abwärts laufen).

Wenn Du also 700 m positiven Höhenunterschied laufen musst, käme die Zeit für 3,5 km hinzu: 3,5 x 5:20 = 18:40. Deine Marathonzeit wäre dann etwa 4:03:40. Diese Zeit würde sich dann wiederum reduzieren, wenn Du auch Gefälle zu laufen hast, weil Du dann etwas schneller unterwegs bist.

Viele Grüsse LLLFuchs

Kommentar von jochen67 ,

Hallo LLLFuchs,

das ist ja mal eine Antwort, mit der ich etwas anfangen kann. Meine Zielzeit war 3:45std, angekommen bin ich nach 3:52:20, inklusive den 700 Höhenmetern. Da war ich am Ende des Tages doch recht gut unterwegs. Gibt Hoffnung für den nächsten flachen Stadtmarathon im Herbst. Mehr als 2 Marathon im Jahr möchte ich nicht laufen. Obwohl ich mich frage wie ich mich jetzt am Besten läuferisch fit halten kann, bis zum Beginn meines nächsten Marathontrainings am 10.06.

Kannst du mir etwas emphehlen? Möchte nicht einfach so vor mich rumdümpeln, dafür ist mein momentaner, persönlicher Leistungsstand, für mich einfach zu gut...;-) Wäre schade, wenn ich diesen Leistungsstand einfach so verkommen lassen würde. Dachte daran 2-3 Tage zu pausieren, dann einen kurzen Lauf, und die nächsten Wochen damit zu verbringen einfach gusto, ohne Stress zu laufen. Vielleicht hier und da mal einen längeren so zwischen 15km und HM. Mein Körper würde das verkraften, habe auch die letzte Marathonvorbereitung sehr gut verkraftet: 20 Wochen mit 1650 Trainingskilometern.

Muss halt immer mal Nachfragen, da ich mehr so der Autodidakt bin..;-)) und freue mich immer über Tipps von erfahrenen Läufern, auch nach 3 Jahren ernsthaftem laufen.

Gruß

Jochen

Kommentar von LLLFuchs ,

Hallo Jochen!

Erstmal Gratulation zu der tollen Leistung!

Ich verstehe Deine Situation. Bei mir ist es noch extremer. Ich laufe Ende Februar und anfangs März drei Volksskiläufe und nach dem Engadin Skimarathon ist die Saison für mich zu Ende. Läuferisch mache ich wenig, da meine Knie nicht mehr die besten sind. Ein Berglauf anfangs Mai fällt dieses Jahr aus, weil wir keinen Startplatz (Sola Stafette in Zürich) bekommen haben.

Nun geht es also knapp ein Jahr, bis ich wieder an den Start gehe. Ich trainiere generell polysportiv, aber auch Sportart bezogen (Rollski). Nach einer Erholungsphase von 4 Wochen steige ich nun ins Grundlagenaudauer-Training ein, das aber auch schon kürzere Intervalle enthällt. Bis im Herbst werde ich meine langen Trainingsläufe (Rollski Skating) auf über 40 km ausdehnen. Danach kommt dann das Schneetraining (Ab November, Dezember) erst Technik betont, dann mehr und mehr auf die Wettkämpfe ausgerichtet.

Ich denke, dass Du ähnliches tun könntest, jedoch in einem kürzeren Intervall. Es würde nichts dagegen sprechen, in der ersten Zeit auch eine andere Sportart ins Grundlagenausdauer-Training einzubeziehen. Wenn Du dich einwenig ins Thema einlesen willst, empfehle ich Dir die verschiedenen Werke von Herbert Steffny. Als ich noch mehr gelaufen bin, habe ich auch in seinen Büchern geschmökert. Er hat da auch Trainingspläne publiziert.

Viel Erfolg weiterhin beim Marathon, LLLFuchs

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