Frage von rennski1,

Fehlerbild: V- Stellung beim Skifahren

Was kann man gegen die soganannte V- Stellung beim Skifahren unternehmen? Kann mir wer gute Übungen empfehlen. Welche Ursache hat eine V- Stellung?

Antwort von gugelhupf,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ursache: zu wenig Druck am Außenski, der Schwung wird nur über den Innenski gefahren u. der Talski nur "mitgeschleift". Meist geschieht dies, wenn man zu spät wird u. den Schwung gerade noch mit biegen u. brechen über den Innenski zu verkürzen versucht.

Was kann man dagegen tun? Wenn man die richtige Druckverteilung auf beiden Skiern hat, sprich einfach nur eine gute Technik fährt, hat man mit d. V-Stellung keine Probleme. Natürlich kann es im Lauf unter Umständen dazu kommen, allerdings ist die V-Stellung dann meist eine Folgeerscheinung auf einen vorhergehenden Fehler. So sieht man auch im Weltcup ab u. zu mal ein V. Hat man Probleme damit, hilft es einfach nur, wenn man beim Freifahren auf die richtige Druckverteilung achtet. Im Lauf selbst hat man sonst genug Arbeit, da kann man sich nicht auch noch auf die Grund-Technik achten.

Antwort von windydirk,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo zusammen,

normalerweise misch ich mich hier ja nicht ein, aber mit der Antwort von Gugelhupf sind wir völlig auf dem falschen Dampfer.

Die oft gesehene V-Stellung bedeutet, dass ein Skifahrer es schafft, den Außenski aufzukanten (im besten Fall sogar mit dem Außenski zu carven), der Innenski aber nur flach mitgeführt wird. Durch das Aufkanten des Außenskis (Knie nach innen gekippt) und das flach führen des Innenskis (Kniegelenk bleibt gerade), bilden beide Unterschenkel ein V.

Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass das komplett verkehrt ist. Es ist halt eher eine Technik des Durchschnittsfahrers. Besser wenigstens einen Ski aufgekantet als gar keinen.

Für dieses V Fahren gibt es zwei Hauptgründe:

  1. Insbesondere bei niedrigem bis mittleren Tempo ist carven über beide Kanten eine anspruchsvolle Sache für das Gleichgewicht. Der flach gestellte Innenski hat daher oft die Funktion eines "Stützrades"
  2. Das aufkanten des Innenskis ist für traditionelle Skifaher schlicht und einfach eine neue Bewegungsaufgabe und muss erst erlent werden. Nur über den Außenski zu carven ist im Verleich deutlich leichter.

Die Idealform für den guten Skifahrer wäre natürlich, wenn beide Knie parallel arbeiten und beide Ski gleich aufgekantet wären. Mögliche Übungsformen um dies zu erreichen wären beispielsweise folgende:

  • die Sache erst mal im Stand verdeutlichen, beide Knie kippen parallel zur einer Seite (Ideal als Partnerübung wegen Sturzgefahr)
  • Schwung bergwärts, Hände an die Knie und beide Knie nach innen drücken (Spurbild kann zur Kontrolle angeschaut werden)
  • In flachem Gelände carven, versuchen den neuen Schwung über den Innnenski einzuleiten (Innenknie kippt zuerst zur Kurvenmitte)
  • Theraband beim Fahren um die Knie. Spannung des Bandes halten und beide Knie am Band nach innen ziehen.
  • In einfachem Gelände nur auf dem Innenski carven.

Soviel dazu, misch mich ab jetzt auch nicht mehr ein.

Viele Grüße

Dirk

Kommentar von gugelhupf,

Da muss ich entschieden widersprechen!

Es ist anatomisch unmöglich beim Fahren die Skier in eine V-Stellung zu bringen, wenn du genug Druck am Außenski hast. Du kannst nicht mit einem Ski talwärts u. gleichzeitig mit dem Anderen bergwärts fahren. Genau das würde nämlich dann passieren. Hingegen, wenn du zu wenig Druck am Außenski hast u. den Schwung über den Innenski fährst, dann kannst du den Außenski mitschleifen. So kommt auch ein V zu stande.

Natürlich kannst du auch genug Druck am Außenski haben u. den Innenski mitschleifen, aber dann kommt nie ein V zustande. Dann sind nur die Knie nicht parallel, bei d. V-Stellung geht es aber um die Skier.

Außerdem muss ich dir noch in einem Punkt widersprechen:

Es ist komplett verkehrt. Es gibt unterschiede zwischen Schultechnik u. Renntechnik, aber in punkto Skibelastung sind sie gleich. Ein richtiger Carving-Schwung geht nur über beidseitige Skibelastung. In der Renntechnik kann es sogar sein, dass man einen Schwung minimal mehr über den Innenski fahren muss u. diesen mehr belastet als den Außenski. Und genau da kann es dann, wenn man es übertreibt zur V-Stellung kommen.

Kommentar von windydirk,

Dann doch noch mal was dazu.

Ich glaube wir reden hier ziemlich aneinander vorbei. Das was beim Skifahren als V-Stellung bezeichnet wird habe ich ja hinreichend beschieben. DAs V entsteht zwischen Ski und den Knien. Dass dabei nicht ein Ski talwärts und der andere bergwärts fährt ist ja logisch. Was Du beschreibst ist ein klassischer Innenskifehler, hat aber mit V-Stellung nicht die Bohne was zu tun.

Grüße

Dirk

Kommentar von gugelhupf,

Da kenn ich aber was anderes. Aber diskutieren wir hier nicht weiter. Dem Fragesteller sollte ja eine richtige u. hilfreiche Antwort geliefert werden u. was beiderseits beschrieben wurde, ist ja grundsätzlich nicht falsch. Was nun das V ist, spielt nur eine geringfügige Rolle.

Antwort von wiprodo,

Die V-Stellung beim Skifahren, insbesondere beim Fahren von Bögen, kann darauf beruhen, dass der Betroffene Schwierigkeiten hat, die Innenkante des Außenskis richtig einzusetzen, so dass der Außenski mit dem Ende wegrutscht . Dies wiederum wird in der Regel dadurch verursacht, dass die Ski nicht senkrecht zum Unterschenkel ausgerichtet sind, also im aufrechten Stand nicht plan auf dem Schnee aufliegen, sondern jeweils nach außen abfallen. Dies lässt sich zumindest teilweise durch Verstellung an der Kantingeinrichtung am Skischuh beheben. Wenn das nicht ausreicht, lassen sich Schaumstoffpolster zwischen Unterschenkel-Innenseite und Skischuhschale stopfen. Siehe auch: X-Beinstellung beim Skifahren!

Antwort von anonymous,

Hallo, der Thread ist zwar schon alt, aber ich lese ihn gerade und habe eine Meinung dazu: Dass gugelhupf und windydirk unten energisch diskutieren, wird an einem Missverständnis auf Seiten von gugelhupf liegen. Was hier mit V-Stellung gemeint ist, ist nicht das nach vorn offene V, sondern das vorn geschlossene bzw. engere V. Das heißt, die Skispitzen sind enger beisammen als die Skienden. Das Ganze ähnelt einem Bremspflug mit Volllast auf dem Aussenski. Ich kenne diese Fehlstellung aus eigener Erfahrung. Sie kommt dadurch zustande (-> windydirk), dass man zu viel Druck auf dem Aussenski hat und der Innenski nur mitschleift. Wenn man bei höherem Tempo dann auch noch den Oberkörper richtung Tal neigt, kommt eine Fliehkraft zustande, die man kaum mehr halten kann.

Abhilfe bietet nur, das Eindrehen bzw. Kanten des Innenskis zu üben. Ermuss zunächst leicht vorangehen, d.h. er muss zuerst in den Bogen laufen, wobei Hüfte und Oberkörper nachschwingen. Es reicht an sich aus, die Knie gleichzeitig richtung Hang zu drücken. Die Gewichtsverteilung sollte etwa 40% Innenski und 60% Aussenski betragen, um einen sauberen und stabilen Bogen mit möglichst parallel laufenden Skiern zu fahren.

Beste Grüße!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community