Frage von Binchen 07.01.2009

Einheitliche Bindungen für Alpinski- aber nicht für Langlauf-warum???

  • Antwort von razecarver 08.01.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Beim Alpinski muss die Bindung den Schuh halten und im Ernstfall rechtzeitig auslösen. Das ist ein reines Sicherheitsteil, hier ist eine Norm sinnvoll. Beim Langlauf spielt die Sicherheit keine Rolle, dafür die optimale Funktion bzw. maximale Leistung. Hätte man hier eine Norm eingeführt, würden wir heute noch mit 75mm breiten Backen mit 3 Stiften laufen. Das wäre Steinzeit-Technik. Hat nichts mit Geldmacherei zu tun sondern mit Fortschritt.

  • Antwort von xtough 08.01.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sieht für mich aus wie ein Lehrbeispiel angewandter Ökonomie: Langlauf ist als Funsportart nicht so attraktiv, also ist das Marktpotenzial nicht so hoch und dementsprechend auch der Anpassungsdruck der Konkurrenten.

    Aber so schlimm ist es doch auch wieder nicht. Im Wesentlichen existieren doch nur 2 Systeme mit kompatiblen Varianten: NNN von Rottefella und SNS von Salomon. SNS Pilot (mit zwei Achsen) werden wohl nur von Profis benutzt. Die etwas breiteren Backcountry-Varianten sind eigentlich nur für Enthusiasten interessant und die alten Seilzugbindungen bekommt man glaube ich nirgendwo mehr zu kaufen (außer gebraucht bei eBay vielleicht).

    Ob nun SNS oder NNN halte ich für Geschmackssache. In Deutschland scheint ersteres verbreiteter zu sein.

  • Antwort von LLLFuchs 01.09.2010

    Hallo Binchen!

    Ich orte den Grund an einem anderen Ort. Beim Langlauf geht es darum über Schuh - Bindung - Ski eine möglichst unmittelbare Kraftübertragung auf den Schnee zu gewährleisten. Aus diesem Grund sind Schuhe und Bindungen für die klassische und freie Technik unterschiedlich.

    Beim klassischen Langlauf braucht es eine biebsame Sohle, während beim Skating eine steife Sohle und eine Unterstützung des Sprunggelenkes gefragt ist.

    Rennläufer setzen bei Verfolgungsrennen Kombi-Schuhe ein. Diese sind aber ein Kompromiss und nicht optimal auf eine Technik abgestimmt.

    Dass es ausserdem noch unterschiedliche Bindungssysteme gibt, die untereinander nicht kompatibel sind, hängt mit der Philosophie der einzelnen Hersteller zusammen und deren Bestreben eben ein noch besseres Skigefühl herbeizuführen.

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