Frage von Sheabutter11, 30

Durch die Strecke "quälen" ?

Während des Konditionstraining kommen ja gerade Anfänger öfters mal an ihre Grenzen. Hilft es da sich quasi durch die Strecke zu quälen oder wäre dies wiederum kontraproduktiv ?

Antwort
von xynatura, 28

Kommt immer drauf an was man unter Quälerei versteht. Wenn ich viel trainieren, empfinden es schon meine Freunde als quälerei, weil sie sich das nicht vorstellen können so viel zu trainieren. Jedes Training hat so seine Reize - ob viel oder wenig. Deshalb mache ich immer eine Mischung. Es gibt Trainingseinheiten die sind lang, hart und man hat ab und zu das Gefühl sich zu quälen. Ab und zu kommt auch mal so ein Spruch aus meinem Mund "warum mach ich so einen Sch..." Aber nach dem Training ist dann auch wieder vor dem Training! Ganz wichtig das man anschließend gut regeneriert, man fühlt sich danach wieder gut und wenn ich dann zwei drei Tage danach wieder trainiere, merke ich eine Veränderung. Es läuft alles wieder und fühlt sich so als ob heute der perfekte Tag ist. So ist es eben mit dem Training. Kontraprokuktiv ist die Quälerei doch nur, wenn ich zum einen nicht bereit bin etwas an meiner Leistung ändern zu wollen, wenn ich den Sinn verloren habe und wenn ich anschließend keine Regeneration mache. Dann macht es auch keinen Spaß mehr und man sollte sich die ganze Sache wirklich nochmal überdenken, wozu man was macht und was ist man bereit dafür.

Ich begann vor viele Jahren erst man nur einen Marathon im Jahr zu laufen. Da quälte man sich öfters mal an einem Tag durch ein mieses Wetter, was nicht meins war. Aber das Training musste immer sein. Mittlerweile laufe ich 2 bis 3 Marathons im Jahr, darunter meistens einen Bergmarathon mit vielen Höhenmetern. Berglaufen gefällt mir gar nicht so wirklich, aber das Panorama was ich während eines Bergmarathons zu Gesicht bekomme dafür um so mehr. Also quäle ich mich durch dieses Training um anschließend wenn ich alles richtig gemacht habe die Belohnung zu bekommen. Wenn ich mich dann erhole, habe ich ein wahnsinns Glücksgefühl und weiß in diesem Moment warum ich das alles mache. Und ich mach es immer wieder. Ich würde sagen - es ist im ersten Moment der Anstrengung ein Gefühl von Quälerei, aber danach ein Gefühl von Glück.

Antwort
von wiprodo, 20

Bei einem hoch intensiven "Konditionstraining" (Ausdauertraining?) muss man an seine Grenzen gehen, wenn ein die Ausdauer fördernder Entwicklungsreiz gesetzt werden soll. Warum sollte dies "kontraproduktiv" sein? Voraussetzung ist natürlich, dass sich der Trainierende bis zum nächsten Trainingsreiz vollkommen regeneriert, um die Motivaton für ein Durchstehen des Trainings nicht zu verlieren. Also: nicht der Trainingsreiz als solcher ist kontraproduktiv, sondern ein Missverhältnis von Belastung und Erholung.

Antwort
von bwsen, 23

Hallo, wenn ein Anfänger öfters mal an seine Grenzen stößt macht dieser Anfänger öfters mal was falsch.

Meines Erachtens hat Konditionstraining nichts mit Quälerei zu tun. Dass ein Anfänger sich schwerer tut als ein ambitionierter Läufer ist Selbsverständlich. Aber auch bei einem Anfänger sollte der Aufbau und das ausbauen der Koalition nicht in Quälerei ausarten.

Wenn das laufen, beim Ausdauertraining, zu einer Qual wird ist die Differenz zwischen der alten Streckenlänge unter neugewählten Streckenlänge zu lang gewählt. Quälerei beim laufen ist für mich wenn ich meine Geschwindigkeit für eine bestimmte Streckenlänge trainieren gehe.

Beim Geschwindigkeitstraining auf der Bahn oder auch auf bestimmte Strecken im Wald geht es nicht ohne Quälerei. Diese Quälereien wenn sie richtig durchgeführt werden sind aber nicht kontraproduktiv.

Mit sportlichen Grüßen

Bernd

Antwort
von TJack, 16

Mal abgesehen davon das Laufen nur Ausdauer- und kein Konditionstraining ist macht es für Anfänger überhaupt keinen Sinn sich zu quälen. Das einzige was dabei rauskommt sind Verletzung, Frustration und im schlechtesten Fall wird der Sport eingestellt. Es macht viel mehr Sinn nicht an seine Grenze zu gehen, Gehpausen einzulegen und sich Zeit für die Anpassungen des Körpers zu geben. Während sich Herz-Kreislauf und Muskeln sich relativ schnell anpassen dauert es bei Sehnen, Bändern und Knochen Monate bis Jahre. eine Überlastung wenn man sich als Anfänger öfter quält, wäre also vorprogrammiert.

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