Slicekiller am 18.04.2008 um 12:31 Uhr
CT-COR und Volumen-Begrenzung bei Drivern sind ja neueren Datums. Ich habe auch mal gelesen, dass Driver mit Baujahr 1999 und älter generell eine Ausnahme darstellen und immer für Turniere zugelassen sind.
Ich habe diesbezüglich auch schon mal beim DGV nachgefragt (der hüllt sich in schweigen) und in St.Andrews (Antwort steht noch aus).
Was jemand etwas verbindliches?

Ich befürworte die Limitierung. Der Hype nach immer einfacher zu spielenden Schlägern mit stetig zunehmenden Schlaglängen ist dem Sport abträglich, da man so die nicht mitwachsende Golfplatzarchitektur aushebelt. Die Seele des Spiels besteht meines Erachtens aus einer ausgefeilten Schwungtechnik, solidem Platzmanagement und einer Prise Spielwitz. Was wäre denn die logische Konsequenz, wenn diese Entwicklung nicht gestoppt würde? Schlägerköpfe mit Schießpulverinlay und Kontaktzünder? Irgendwann machen diese Abfallprodukte aus der Weltraumforschung möglicherweise sogar den Golfer überflüssig ...

Die Regel besagt, dass die Beschränkung bei Drivern in Hinblick auf den Trampolin-Effekt nur für Driver gilt, die nach 1998 erstellt wurden. Da es aber diese besondere Technik vor 10 Jahren noch nicht gab, kann man in dieser Hinsicht mit einem alten Driver beruhigt sein. Das ist aber kein Freibrief, denn es gibt ja auch noch andere Kriterien, die ein regelgerechter Driver erfüllen muss. Das Volumen des Schlägerkopfes ist dabei nur ein Kriterium. So ganz sicher kann man sich nicht sein. Aber wer soll das letztlich bei einem uralten Driver erkennen und ahnden?
Der COR limitiert sich doch automatisch von selbst. "Immer weiter" ist also technisch gar nicht möglich. Verwerflicher finde ich dagegen die 4-Kant-Driver von Callaway, Nike und allen Nachahmern, wo aus einem bedürftigen Schwung ein leidlich gerader Schlag wird, der mit jedem mittleren Eisen auch gemacht werden kann. Hier wird der Sport tatsächlich ausgehebelt.