Frage von Grotka, 2

Doping im Sport

Hallo zusammen,

bekanntlich gibt es ja noch immer sehr viel Doping im Sport. Aber ich frage mich, wie es trotz der vielen Tests manchmal sein kann, dass soviele Sportler damit durchkommen. Gibt es etwa Möglichkeiten, wie die Sportler die Tests manipulieren können oder so? Ich meine, die Substanzen sind doch im Urin nachweisbar oder? Oder haben Sportler Möglichkeiten, die Substanzen schnell aus dem Urin zu bekommen? Oder ist gar Bestechung im Spiel?

Antwort
von Juergen63, 1

Die Test haben nach den ganzen Dopinkskandalen der letzten Jahre um einiges zu genommen. Von daher ist die Trefferquote auch um einiges höher als früher. Nichts desto trotz wird nicht jeder Sportler kontrolliert so das es auch einigen möglich ist durch das Raster zu fallen. Die Möglichkeiten Substanzen schnell aus dem Urin zu bekommen hast du nicht. Und mittlerweile können auch fast alle eingenommenen Substanzen nachgewiesen werden. Ob Bestechnung im Spiel ist.....wenn man überlegt wer außer dem Sportler alles im Dopingsystem mitgewirkt hat läßt das schon den Schluß zu das zumindest in der Vergangenheit einiges vertuscht wurde. Ob das jetzt noch der Fall ist....Darüber hinaus wird es mit Sicherheit immer wieder Mittel geben von denen offiziell keiner weiß und die auf bestimmte Zeit nicht nachweisbar sind, weil nicht bekannst ist wo man nach suchen soll. Es ist schwer einzustufen ob die Dopingaera endlich ein Ende hat. Ich denke schwarze Schaafe wird es immer geben.

Antwort
von Pistensau1980, 1

Die Kontrollen während der Wettkämpfe sind inzwischen recht hart und die alten Tricks wie Fremdurin in der Probe abzugeben funktionieren meist auch nicht mehr. Im Wettkampf selbst wird aber auch meist nur bei großen Strapazen gedopt, wie im Radsport wo bei der Tour de France über längere Zeit am Limit gefahren wird.

Da werden dann meist Mittel benutzt, die noch nicht nachweisbar sind. EPO ist recht bekannt, körperfremdes EPO kann man seit 2000 im Urin nachweisen und in den 90ern haben wahrscheinlich fast alle Top-Radsportler damit gedopt.

Meist wird aber gar nicht im Wettkampf gedopt, sondern in der Vorbereitung. Da hat man dann kürzere Regenerationsphasen und kann mehr trainieren. Auch in der Vorbereitung finden zwar Kontrollen statt, die sind aber recht aufwändig. Manche Athleten ziehen sich in Regioen zurück, die schwer zugänglich sind (z.B. Höhentraining) oder sind eben an dem Ort, den sie angegeben haben, nicht anzutreffen. Das ist oft nicht mal böse Absicht, wer kann schon immer im Voraus sagen, wo genau er wann ist, aber ab und zu kann man dadurch eben Kontrollen entgehen.

Bestechung kann man natürlich auch nie ganz ausschließen, da hat sich meiner Meinung nach aber inzwischen so viel getan, dass das sehr schwierig wäre. Man müsste schon sehr viele Leute bestechen, weil zufällig nach dem vier-Augen-Prinzip gearbeitet wird und man nie weiß, wer welche Kontrollen durchführt. Das würde wahrscheinlich auffallen.

Kommentar von wiprodo ,

Schon recht komplett, deine Antwort! Du vergisst aber, dass es beim Doping nicht so sehr um den einzelnen Sportler geht, sondern dass die Systeme, in die der Sportler eingebunden ist ( Vereine, Verbände, Werbung und Industrie, selbst Regierungen), vom Erfolg des Sportlers in vielfältiger Weise profitieren wollen und deshalb sowohl an den Dopingmachenschaften und an der Erforschung neuer leistungsfördernder Mittel involviert sind und/oder an deren Vertuschung.

Antwort
von Denbon, 1

Mit jeder Technik der Kontrolle gibt es auch wieder neue Techniken, diese zu überlisten. Das ist beim Doping überhaupt kein Problem. Die Kreativität der Sportler ist grenzenlos. Es gibt auch Medikamente, die die Substanzen, die im Urin sind, schneller abführen. Somit ist das Doping nur eine gewisse kurze Zeit im Urin nachweisbar. Lies mal den Artikel dazu: http://spironolacton.com/ Bestechung ist mit SIcherheit auch im Spiel. Wie gesagt: Die Kreativität ist grenzenlos!

Kommentar von support ,

Hallo Denbon,

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Antwort
von sabsine, 1

Fast überall im Hochleistungssport wo es um Geld, Sponsorverpflichtungen, Prestige etc. geht, wird gedopt. Und es ist nicht nur der Radsport, der als Buhmann herhalten muß, sondern auch alle anderen Ausdauerportarten (Schwimmen, Triathlon, Biathlon, Skilanglauf, ...) aber auch Leichtathletik (mit allen Laufdisziplinen), Kampfsport, Tennis, Fußball etc.

Da steckt Geld dahinter, sich widersprechende Interessen und natürlich Politik. Da werden seitens der Verbände (IOC, FINA, UCI etc.) teilweise Dopingtests bereits in der Einführung verzögert, verhindert oder nur teilweise eingeführt. Von Athleten/Trainer/Ärzte/Pharmaindustrie-Seite wird einfach immer neues entwickelt und ausprobiert. Inzwischen sind wir beim Gendoping angelangt. Oft steht sogar der Staat dahinter - und das ist nicht auf totalitäre Systeme beschränkt... (Olympische Spiele sind auch ein Prestige-Ranking.)

Wenn es dich interessiert, mußt du dich halt durch die Literatur lesen.

Das heißt jetzt nicht, daß ALLE Hochleistungssportler illegale leistungsfördernde Mittel einnehmen. Aber es wird immer Athleten geben, die versuchen werden ihren Spitzenleistungen den letzten Kick zu geben um aufs Treppchen zu kommen. Die Medien und das Publikum wollen hauptsächlich immer "höher, weiter, schneller" sehen und nur der nächste Rekord ist interessant. Da gibt sich in manchen Kreisen eine Hand die andere. Alle profitieren davon, daß der Ball flach gehalten wird. Große Skandale schaden einer Sportart (siehe Radsport in Deutschland).

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