Frage von Domi7at, 27

"Doping" beim Marathon?

Hallo, ich will im Frühjahr nächsten Jahres an einem Marathon teilnehmen und trainiere dafür auch scho seit etwa einem Jahr regelmäßig. Nun die Frage: Ist es sinnvoll vor dem Start oder überhaupt auch schon im Training irgendwelche Leistungssteigernden oder schmerzmindernden Mittel zu nehmen? Ich will möglichst schnell laufen und frage daher ob es sinnvolle möglichst nicht gesundheitsschädigende "Dopingmittel" gibt, die mir dabei etwas helfen. Schreibt mir bitte eure Tipps (und Tricks) mögliche Mittel und auch eure Erfahrungen zum "Doping". Danke im Voraus

Antwort
von Vasaloppet, 21

Das sind aus meiner Sicht völlig falsche Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Marathon. Wer erst seit einem Jahr trainiert, der sollte erst einmal auf Ankommen im Ziel laufen. Den Marathon, die Distanz erleben und erfühlen ist das erste und beste, was man tun kann. Sich provilaktisch mit Schmerzmitteln zu betäuben das falscheste, weil dann das Körpergefühl verloren geht.

Auf diesen Erfahrungen baut man dann für den 2. Marathon auf und dann kann man beginnen sich Ziele zusetzen.

Letztes Jahr bin ich zum ersten Mal den Vasalauf gelaufen, 90 km nur auf Ankommen im Ziel. Ich wollte den Lauf einmal machen und das Erlebnis zählte mehr als die Zeit.

Am Engadin Skimarathon wird es anders sein. Den laufe ich kommendes Jahr zum 19. Mal und da will ich in klassischer Technik unter 3 Stunden laufen. Das ist mir vor 30 Jahren nicht gelungen - nun will ich es noch einmal versuchen. 2h30 habe ich mit Skating schon geschafft.

Das alles gehe ich ohne "Doping" an. Mein Doping ist das jahrelange Training (seit 15 Jahren, die letzten beiden Jahre mit einem Coach). Ich bin mir bewusst, dass im Langlauf der Athlet nur ein Faktor ist. Das Resultat beeinflussen tun auch das Material, der Schnee, das Wetter, der Wind usw. Da muss man wach sein, um sich auf die momentane Situation einstellen zu können.

Ich werde am 12. März bereit sein und eigentlich sollte es dann klappen. Ausser wir haben Gegenwind...

heja, heja ...

Kommentar von azzteke ,

Was soll denn "provilaktisch" sein?

Das Wort kenne ich nicht!

Kommentar von Vasaloppet ,

Provilaktisch ist gleichbedeutend wie vorbeugend. Ist abgeleitet von Provilaxe, Vorbeugung.

Antwort
von nafetsbln, 4

Da gibt es sicher viele pharmazeutische Mittel, wahrscheinlich geistern in der ganzen Szene die entspr. Produktnamen wie Geheimisse umher...

Du nimmst 1.malig an einem Marathon teil, du bist kein Profi. Das als vorausgesetzt. Alle leistungssteigernden Mittel haben entspr. große Nachteile: Schmerzmittel reduzieren deine Schmerzwahrnehmung, so dass du mit einem Schmerz weitertrainieren und damit deinen Körper ruinieren kannst. Direkt die Leistung verbessernde Substanzen haben i.d.R. den Nachteil, dass du über die deinem Körper normalerweise möglichen Reserven hinaus trainieren würdest. Diese Notreserven sind vorhanden, sollten aber nicht angegriffen werden. Extremste Erschöpfungszustände, Schäden auf zellmolekularer Ebene, Immunprobleme (was ja nicht nur Erkältungen betrifft, sondern auch Krebsbekämpfung u.a.) und überproportionale Verschlechterung des passiven Bewegungsapparates werden die Folgen sein. Diese Nachteile in Kauf zu nehmen, ist bei o.g. Voraussetzung, nett gesagt, etwas unvernünftig. Einem darüber aufgeklärten Profi, der damit seinen Unterhalt verdient und dem nur eine kurze Zeitspanne seines Lebens dafür zur Verfügung steht, will ich nix reinreden. Aber du? WOFÜR?

Was du im physiologisch vernünftigen Rahmen machen könntest, ist darauf zu achten, dass du in den vorbereitenden Trainings eine wirklich optimale Versorgung mit Antioxidantien hast (möglichst natürliche Basis), damit die sich beim harten Training einstellenden Zellschäden zeitoptimal regeneriert werden können. Du also mit nicht vorgeschädigten Zellen in den Marathon gehst, wodurch sonst die Leistung sinken wurde.

Ob und wie weit Kreatin (evtl. auch Ribose) den Zellen eine physiologisch sinnvolle Energieform speziell beim Marathon anbieten, weiß ich nicht und wird unterschiedlich diskutiert. Die Pros und Contras (Gewichtszunahme durch Wasser, was du andererseits aber ohnehin genügend in den Zellen brauchst) abzuwägen, macht daher ggfs. Sinn.

Antwort
von wurststurm, 10

Da gibt es einiges, hab ich alles schon probiert und es nützt definitiv. Z.B. möglichst positive Gedanken zuzulassen. Das kann man trainieren, vor allem für die schwerere zweite Hälfte. Das wirkt motivierend und durchaus schmerzmindernd. Oder man versucht die positive Energie der Zuschauer aufzunehmen. Das wirkt vor allem bei grösseren Zuschauermassen. Oder man visualisiert sich als ein Tier, das elegant dahingleitet, bei mir ist das ein Delfin, der über die Oberfläche fliegt. Oder es begleiten einen Kollegen und Freunde, die Kraft geben und motivierend wirken.

Von Pharmaka würde ich hingegen die Finger lassen. Erstens gibt es keine nicht potenziell gesundheitsschädigenden Mittel (selbst Aspirin kann zu inneren Blutungen führen, zudem verlangsamt es die Reaktion) und zweitens ist es eben gerade nicht der Sinn sich zu betäuben sondern zu stressen und den Schmerz auszuhalten, nur so ist man schnell. Betäuben macht langsam.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten