Frage von Brasa, 120

Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus

Hallo! Es gibt Reaktivkraft, die durch einen langsamen Dehnungs-Verkürzungszyklus (z.B. Standweitsprung) und solche, die durch einen schnellen Dehnungs-Verkürzungszyklus (z.B. Weitsprung) geprägt ist. Verbessert sich erstere, wenn man zweitere trainiert und umgekehrt? Denn das hieße, das man beim Weitsprung und beim Standweitsprung die gleichen plyometrischen Übungen zum Training verwenden könnte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Marc23, 120

Auch beim Weitsprung ist eher der lange Dehnungs-Vekürzungszyklus gefragt, der kurze tritt beim Sprint auf. Es verbessert sich immer der andere mit, wenn man den einen trainiert und umgekehrt, allerdings ist diese Übertragbarkeit umso kleiner, je besser der Trainingszustand ist. So ergänzen sich beide Bereiche, aber keiner kann den anderen ersetzen. Plyometrische Übungen werden sich auf den normalen Weitsprung mehr auswirken als auf den Standweitsprung. Spezielle Fähigkeiten erfordern spezielle Übungen.

Kommentar von Brasa ,

Aber ist der Weitsprung nicht eher ein Sprint mit besonders langem letzten Schritt?

Kommentar von wurststurm ,

Nein auf gar keinen Fall! Das ist ein schlimmer Anfängerfehler den man daran erkennt, dass die Leute viel zu flach springen weil sie am Balken zu schnell sind und nicht in die Höhe springen. Weitsprung ist eigentlich ein Hochsprung mit schnellem Anlauf.

Kommentar von Brasa ,

Das war nicht so gemeint, ich weiß schon, wie die Technik geht. Aber die Verweildauer des Fußes auf dem Sprungbrett ist doch sehr kurz und der Dehnungsverkürzungszyklus kann ja nur stattfinden, solange der Fuß am Boden ist.

Antwort
von strollingB, 71

unsere bundesligavolleyballer trainieren viel mit plyometrischen sprüngen (meist vom kasten). sie verbessern so ihre sprungkraft am netz und erreichen auch sehr gute werte im standweitsprung. beim vergleich mit unseren (mittelmäßigen) sprintern und weitspringern (kein spezielles plyometrisches krafttraining) hinken sie aber im sprint und weitsprung mit anlauf, regelmäßig arg hinterher.

Kommentar von Brasa ,

Vielleicht liegt das auch an der mangelnden Technik im Sprint und Weitsprung.

Antwort
von Onlinecoaching, 51

Moin,

sollten die zugrundeliegenden Theorien des DVZ überhaupt richtig sein, findet man den kurzen DVZ immer an anderen Stellen als den langen DVZ. Ein Training des einen kann sich also nicht auf den anderen auswirken....

Allerdings hat man häufig eine Kopplung beider Arten, so dass man im Grunde auch eher von 2 Phasen sprechen könnte und nicht von 2 Zyklen. Bei besagtem Beispiel vom Weitsprung findet man z.B. einen kurzen DVZ im Sprunggelenk und einen langen DVZ im Oberschenkel. Die Kunst hierbei ist es ja gerade, das perfekte Verhältnis von kurzem Bodenkontakt und gleichzeitig großer Kraftentwicklung in die Höhe zu finden. Die Prellkraft (kurzer DVZ) wird also möglichst ideal an die Abstosskraft (langer DVZ) gekoppelt.

Das Beispiel ist allerdings schlecht gewählt, weil nicht alle Bewegungen beide Zyklen beinhalten. Die, die es allerdings tun, können natürlich voneinander profitieren.

Kommentar von Brasa ,

Das würde bedeuten, dass es für Sprinter weniger effektiv ist, Plyometrietraining mit langem Dehnungs-Verkürzungszyklus zu machen?

Kommentar von Onlinecoaching ,

Sprinter machen Plyometrietraining um den Start zu optimieren und die Schnellkraftentwicklung zu schulen, die sie beim Sprint brauchen. Das ist ein einzelnes Element des Trainings.

Durch Niedersprünge alleine werden sie allerdings nicht schneller, richtig :-)!

Was machste Dir überhaupt soviel Gedanken? Das ganze Training ist sowieso Schnickschnack. Die Theorien wurden in den 80er Jahren entwickelt und ich glaub da da nur die Hälfte....

Die Erhöhung der Stiffness ist ein kurzzeitiger Effekt, der sich nach 1 Ruhetag bereits deutlichst zurückbildet. So ist zumindest meine Wahrnehmung am eigenen Leib. Kannst auch 3 x 100 m laufen und am nächsten Tag wirste schneller starten, weil die Spannung hoch ist. Mehr isses nicht in meinen Augen....

Schnell biste entweder oder Du bist es nicht.....

Kommentar von Brasa ,

Aber beim Sprinten selbst ist doch auch Reaktivkraft gefragt? Machen Sprinter überhaupt Plyometrietraining?

Kommentar von Onlinecoaching ,

Kurzer DVZ beim Sprint selber und langer DVZ beim Start....

Kommentar von Brasa ,

langer DVZ - meinst du die ersten Schritte? Denn beim Startsprung ist eindeutig keine exzentrisch-konzentrische Bewegung in kurzer Zeit gefragt.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Du hast beim Start nen langen DVZ im Oberschenkel und nu is gut.

Kommentar von Marc23 ,

@ Onlinecoaching: Entschuldigung, aber das ist völliger Quatsch! Sowohl die Sprintschnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer als auch die Explosivität und Reaktivkraft und damit auch die Sprungkraft lassen sich durch Training deutlich steigern. All diese Faktoren wirken sich auf die Sprintleistung aus.

Zu sagen, das ganze Training sei Schnickschnack, ist doch nicht Dein Ernst, oder? Anscheinend hast du noch nie effektiv trainiert. Sicher ist beim Sprint das Talent mitentscheidend, stärker als bei Ausdauerdisziplinen, aber Steigerungen durch Training wird jeder erreichen, der sinnvoll trainiert.

Kommentar von Onlinecoaching ,

Träum weiter....

Schnelligkeit ist die Eigenschaft, die sich am Allerwenigsten trainieren lässt. Mach 6 Monate Pause, geh dann aufn Sportplatz, mach Dich richtig warm, und lauf 100 m.

Du wirst höchstens 0,5 Sekunden langsamer sein!

Kommentar von Brasa ,

Wenn Sprinttraining wirklich für umsonst wäre, würden ja die Leistungssprinter sicher nicht die Mühe machen, jeden Tag zweimal zu trainieren.

Kommentar von Onlinecoaching ,

In der Reha machen Rückenpatienten täglich 6 Stunden Programm und die Hälfte der Leute wird trotzdem nicht gesund. 2 x / Woche Krafttraining ist in 90 % der Fälle maßgeblich effektiver und trotzdem baut ein komplettes gesellschaftliches System auf Behandlungen, Medikamente und Operationen.

Willkommen in der dummen Welt des oberflächlichen Menschen. Wir leben für die Katz´....

Kommentar von Brasa ,

Es gibt auch einen Unterschied zwischen einem Rehapatienten und einem Hochleistungssprinter. Letztere vertragen mehr Training. Und bloß weil die Rehatrainer unfähig sind, heißt es nicht, dass es die Sprinttrainer auch sind. Man kann durch gezielte Dosierung des Trainings auch tägliches Training ermöglichen. Und ich bleibe dabei: Kein Sprinter würde trainieren, wenn es nichts nützen würde, oder kannst du mir einen Topsprinter dieser Welt zeigen, der ohne Training an WMs teilnimmt oder Rekorde aufstellt? Und außerdem bedeutet 2x die Woche trainieren nicht, dass man dann immer dieselbe Muskelgruppe trainiert. Anscheinend fehlen dir die elementarsten Kenntnisse der Trainingswissenschaft.

Kommentar von Onlinecoaching ,

:-D

Heul ruhig, kleiner Fußsoldat, letztendlich zählen die Tatsachen.

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