In meinem Heimatklettergebiet gibt es eigentlich keine (richtigen) Dächer unter 7. Dass ich keins davon (auch nur im Nachstieg) bezwungen habe, schob ich bisher darauf, dass es auch jede Menge andere Siebener gibt, die ich nicht hochkomme (auch wenn ich nach mehreren Versuchen oder mit Ansage schon die eine oder andere VII+ vorsteigen konnte). Nun musste ich mir ansehen, wie sich jemand, der im Normalfall einen Grad schlechter klettert als ich, relativ flott über ein Dach hochwuchtete und mir dann sagte, dass es nur eine V+ ist. Meine Versuche waren natürlich wieder erfolglos. Nur was ich falsch machte, konnte er mir nicht sagen. Gibt es eine spezielle Technik?

Generell hilft bei Dächern eine gute Körperspannung.
Ausserdem sollte man möglichst schnell versuchen, die Füße über die Kante zu bringen - kommt also auf die Ausladung des Dachs drauf an, welche Technik erforderlich wird. Bei kleineren Dächern, wo man mit den Füßen noch unter dem Dach steht wenn man mit dem Oberkörper schon drüber ist, reichts oft wenn man hoch an die Kante antritt.
Ist das Dach ausladender, dann kann oft ein Foothook an die Kante genügend Entlastung bringen, um weitergreifen zu können. Den genauen Trick für "Dein" Dach weiss ich allerdings nicht.
Wenn er sich hochwuchtete, hat er vielleicht einfach mehr Kraft als Du.

Ich kenne das heul. Mir hat schon eine Menge geholfen, einmal oder oder zumindest jede zweite Woche, ein richtiges Boulder-Training in der Halle zu machen, da kommt man um die Kanten nicht rum, und das Selbstbewußtsein wächst.

Aha.. eines hab ich noch vergessen... diese Typen kommen oft vor, die prinzipiell 2 Grade niedriger bewerten, um allen zu zeigen wie toll sie sind. Mach Dir da keine Gedanken darüber...