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Cholesterin wird in LDL und HDL unterschieden, aber warum?

gefragt von rasselrassel am 20.03.2008 um 14:39 Uhr

Und welche "Cholesterinart" wird denn durch Sport vermehrt? Sind doch beides Blutfette, oder nicht?


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demosthenes
beantwortet von demosthenes am 21. März 2008 11:15
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Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 21. März 2008 11:16

pooky
beantwortet von pooky am 21. März 2008 11:51
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Genau genommen, handelt es sich bei LDL und HDL nicht um das Cholesterin selbst, sondern um die Eiweißstoffe, die das Blutfett Cholesterin transportieren. Denn das Blutfett kann sich nicht mit dem Blut, das großenteils aus Wasser besteht, vermischen. Daher sind diese Eiweißstoffe, Lipoproteine genannt, erforderlich.

Diese Lipoproteine gibt es in zwei Varianten, mit niedriger Dichte (Low Density) und mit hoher Dichte (High Density), daher die Bezeichnungen LDL und HDL, wobei das letzte L für Lipoprotein steht.

Das LDL transportiert den Großteil der Cholesterine im Blut. Das HDL hat dagegen die Aufgabe, die Cholesterine zur Leber zu transportieren, wo sie abgebaut werden können, das heißt, das HDL ist aktiv an der Senkung des Cholesterinspiegels beteiligt, während das LDL lediglich für den Transport im Blut verantwortlich ist. Deshalb wird HDL auch als "gutes" oder "schützendes" Cholesterin bezeichnet.

LDL hingegen wird als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet, weil es sich mit dem Blutfett bei hoher Konzentration, etwa bei erhöhter Produktion oder Zufuhr von Cholesterin durch gesättigte Fettsäuren, an den Wänden der Blutgefäße ablagern kann. Die langfristige Folge wäre ein Gefäßverschluss (Arteriosklerose), der zu weitergehenden Problemen, wie (Herz-) Infarkten führen kann. Wenn also von Cholesterinspiegel gesprochen wird, ist der LDL-Anteil im Blut gemeint.

Gesättigte Fettsäuren sind im Vergleich zu ungesättigten oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren gefährlich, weil diese durch ihre Struktur (chemische Einzelbindungen) eine feste Konsistenz aufweisen. Um sie zu transportieren, ist ein erhöhter Anteil an LDL erforderlich, deshalb steigt der Cholesterinspiegel.

Normalerweise ist der Körper in der Lage, mit LDL und HDL den Cholesterinspiegel im Blut zu steuern. Werden etwa Lebensmittel gegessen, die einen hohen Cholesterinanteil (so genannte Nahrungscholesterine) haben, also tierische Produkte mit hohem Anteil gesättigter Fette, wird die körpereigene Produktion in der Leber reduziert.

Doch durch diverse Krankheiten, teils erblich bedingt, kann dieses System gestört sein, etwa durch Adipositas (Fettsucht), Schilddrüsenunterfunktion, Zuckerkrankheit, Leber- und Nierenprobleme oder gar eine erblich bedingte Verringerung des HDL-Anteils im Blut.

Daher ist bei diesen Menschen eine verringerte Zufuhr von gesättigten Fettsäuren ratsam. Dadurch wird auch die Produktion der LDL im Körper reduziert; so kann der Cholesterinspiegel um bis zu 15 Prozent gesenkt werden.

Ebenso kann durch Sport der Anteil der LDL im Körper reduziert werden, bedingt durch die erhöhte Fettverbrennung.




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