Frage von peter11elf,

Carbon Räder gefährlich ?

Hey,

alle Profisportler greifen auf Carbonräder zurück da diese ja leichte sind ... Da Carbon ein Kunstoff ist macht es keine Anzeichen das es kaputt gehen könnte ganz im Gegensatz zu Stahl. Da Carbon wohl extrem spilttern soll ( Glasartig ) wenn es bricht habe ich schon mehrfach gehört, dass Radfahrer eldenig an diesen glasartigen brüchen mit Carbon Räder gestorben sind ?!?!

Hat es nur etwas mit der Verarbeitung des Kunstoffes zu tuen oder ist es allgemein so, dass wenn es zum bruch geht man mehr oder weniger in "lebensgefahr" schwebt.

In meine Augen klingt alles ziemlich krass eine Aufklärung von euch wäre echt nice :)

Cheers

Antwort
von Juergen63,

Carbon ist zwar ein recht stabiles Material, hat aber im Vergleich zum Alu oder Stahl den Nachteil das es sich nicht verformt sondern in der Materialstruktur brüchig wird. Innere Brüche ekennt man nicht so ohne weiteres und im unglücklichsten Fall bricht das Material dann komplett weg. In der Anfangsphase als Carbon im Radsport eingeführt wurde gab es desöfteren Probleme das der Lenker oder gar die Sattelstütze weg gebrochen sind. Das führte dann zu Stürzen die auch Verletzungen nach sich ziehen konnten. Durch Carbon sind aber keine Radsportler elendig zu Grunde gegangen. Das halte ich hier schon für überzogen. Mittlerweile sind die Carbonteile aber recht sicher geworden so das es nicht mehr so häufig zu Bruchstellen komplett. Ganz ausschließen kann man es aber nie. Hinzu kommt noch das Carbonteile nur mit einem gewissen Drehmoment verschraubt werden dürfen. Das ist gerade bei Sattelstützen oder dem Lenker / Vorbau sehr wichtig, denn zu fest angezogen kann das Carbon schnell reissen und dann ist die Gefahr vom kompletten Bruch emens hoch. Diese Problematik hast du bei Alu oder Stahl nicht. Da hast du im unglücklichsten Fall eine Delle / Verformung im Material.

Antwort
von Condor,

Ich habe zwei Carbonrennräder, eines mit Carbonlaufrädern, und habe bis heute noch kein Problem gehabt. Der Vorteil von Carbon ist, dass etwas niedrigere Gewicht. Des Weiteren kann man Carbon so Herstellen, dass es in bestimmten Richtungen nachgiebig ist und in der anderen Richtung stabil. Bei Alu oder Stahl hat man das Problem, dass es entweder Steif ist oder Nachgiebig, dann aber in allen Richtungen. Dadurch ist ein gutes Carbonrad komfortablerer bei hoher Steifigkeit als andere Räder. Der Nachteil von Carbon ist, das man Schäden durch z. B. Stürze nicht erkennen kann, das Rad sieht noch heile aus, kann aber defekt sein, was dann zum späteren Zeitpunkt zum Bruch führen kann. Nach einem Sturz kann nur der Fachmann eine mögliche Beschädigung überprüfen. Aber ohne Vorbeschädigung bricht Carbon nicht.

Antwort
von laufsepp,

Ich denke, dass selbst Carbonräder nicht mehr oder weniger gefährlicher sind, als die anderen Materialien. Natürlich kann in der Theorie eine Verletzungsgefahr vorhanden sein, aber wenn blöd laufen, dann kann´s auch bei Alu oder Stahlrahmen auch blöd laufen. Ich halte es für übertrieben, sich hier Gedanken zu machen. Eine generelle Verletzungsgefahr besteht infach beim Rennradfahren, egal mit welcher Rahmenart.

Antwort
von Schneetiger,

Zuerst, Carbon splittert nicht. Es bricht ohne Vorwahrnung gerade durch. Und genau da liegt das Problem. Ich hatte dieses Jahr auch einen Bruch einens Langlaufstocks. Das Rohr brach ohne Splitter im Bruchteil einer Sekunde ab.

Wie schon geschrieben muss beim Fahrrad auf einige Regeln geachtet werden. Richtiges Drehmoment, richtiges Schmiermittel und Montagepaste, Bremshebel so montieren, dass sie beim Sturz das Oberrohr nicht beschädigen können. Keine Aluvorbauten mit Carbonlenkern kombinieren, Carbonräder nicht in Dachträgern transportieren, die am Rahmen festgeklemmt werden............

Die Gefahr, dass man durch Splitter schwer verletzt wird existiert nicht. Die Gefahr, dass ein Lenker ohne Ankündigung bricht und es zu einem massiven Sturz kommt schon. Für mich kommt daher Carbon am Rad nur für einige wenige Bauteile in Frage.

Kommentar von Condor ,

Carbonlenker kann man mit Aluvorbauten kombinieren, dies wird auch sehr oft/meistens gemacht. Ein Carbonlenker hat den Vorteil Vibrationen besser aufnehmen zu können als Alu, zusätzlich ist er leichter. Der Vorbau aus Carbon hat keinen Vorteil, da dieser bei gleicher Steifigkeit nicht leichter ist als aus Alu. Das liegt daran, dass der Vorbau in allen Richtungen Stabil sein muss(nach oben und unten, seitlich, und er wird in sich verdreht), da kann Carbon sein Vorteil nicht ausspielen.

Antwort
von LLLFuchs,

Hallo Peter!

Carbon als Werkstoff ist sehr leicht und gilt bei entsprechender Verarbeitung und Behandlung als äusserst stabil. Allerdings können Carbonteile beim Gebrauch Schaden nehmen, den man erst gar nicht sieht.

Ich kenne das von den LL-Skistöcken. Ich hatte im Frühjahr beim Skiken mal einen Stock in ein Loch gesteckt. Der unmittelbare Schaden war eine gerissene Stockschlaufe. Erst Monate (und etwa 500 km) später ist der Stock ohne Warnung bei einem Training gebrochen. Bei der ursprünglichen Belastung müssen ein paar Kohlefasern gerissen sein. Die normale Belastung über die Zeit führte dazu, dass immer mehr Fasern rissen, bis der Stock letztlich brach.

Solche Ereignisse sind auch bei Carbonrädern denkbar. Nur können die Auswirkungen bei einem Rad wesentlich unangenehmer ausfallen, wenn ein Rad in einer Abfahrt bricht.

Generell verschwende ich keinen Gedanken and Carbonräder. Wenn ich mit dem Rad durch Gewichtsreduktion schneller unterwegs sein wollte, hätte ich beim eigenen Körpergewicht genügend Potenzial für Einsparungen...

Viele Grüsse LLLFuchs

Antwort
von Lippe,

Als Profi bekommt man das Material frei Haus, da ein Profi auch weiß wie man fährt und welches Risiko man eingeht. Zu deiner Frage: Auch bei den Nichtprofis gibt es diesen Tick zum Material Tuning. Bei den Nichtprofis ist die Carbonfrage immer eine Frage des Zweckes und des Geldbeutels, denn Carbon zu fahren ist nicht gleich es zu haben. Hinter diesem Begriff steht oft auch etwas Geltungszwang. Seh es eher als ein BlingBling der Hersteller etwas Hightech im Volk zu verbreiten und es sich teuer bezahlen zu lassen. Es kommt immer noch auf Fahrtechnik und Kraft an. Sterben kann man beim Radsport immer, wenn man es übertreibt und seine eigenen Grenzen nicht kennt. Das hat nichts mit Stahl, Alu oder Carbon zu tun.

Antwort
von peter11elf,

In der schnelle nicht nochmal drüber geguckt ... Ich bin der deutschen Sprache mächtig und weiß, dass da oben nicht alles korrekt geschrieben wurde also bitte nicht übel nehmen ;)

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