Juergen63 am 17.07.2008 um 18:43 Uhr Als Radsportler habe ich meinen diesjährigen Österreichurlaub dazu genutzt um auch mal ein paar Trainingseinheiten in Form von Bergettappen zu absolvieren. Stationiert war ich auf 600 Metern wo ich auch die ersten Trainingsfahrten absolviert habe. Danach folgten dann zwei Fahrten auf knapp 1700 Metern. Die Trainingseinheiten ins Gebirge als solches verliefen problemlos, allerdings hatte ich hierbei ( ca. 2-4 Stunden nach dem Training ) das Phänomen von leichtem Schindel und etwas schwerfälliger Atmung. Eventuell schon Auswirkung einer leichten Höhenkrank/ungewohntheit ? Verdickt das Blut beim natürlichen Höhentraining und ab welcher Höhe wäre mit solch einer Nebenwirkung zu rechnen.

Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit der "Höhe" zu tun hatte. Unterhalb 2000 m merkt man im Ruhezustand normalerweise sowieso kaum was und vermutlich warst Du ja nach dem Training wieder unten auf 600 m, wo Du die schwerfällige Atmung hattest - also quasi Talhöhe, wo selbst Leute aus noch tieferen Gegenden kaum wirkliche Unterschiede bei einer Belastung merken dürften.
Mit Höhenkrankheit hats sicher nix zu tun - solche Phänomene treten selbst bei absoluten Tieflandbewohnern erst oberhalb 2000 m - normalerweise aber erst mehr oder weniger deutlich oberhalb 2.500 m auf - und das normalerweise auch nur bei Übernachtung in dieser Höhe (Schlafhöhe).
Blutverdickung dürfte in der von Dir beschriebenen Höhe und nach zwei Trainingseinheiten Höhentraining noch kaum zu Buche schlagen - dann schon eher durch Flüssigkeitsverlust.
Danke dir für die Antwort! Ja, als die Symptome auftraten war ich wieder auf 600 Meter SH. Vermutlich war es auch nur eine Verkettung mehrerer Faktoren die dazu führten( schwülwarme Luft, zu wenig Flüssigkeit, Pollenallergie etc. )obwohl mir schon zum wiedererholten male aufgefallen ist, das mir Lufttechnisch zb. das Treppensteigen selbst in 600 Meter Höhe in den ersten Tagen schwerer fällt als im nur 50 Meter hoch gelegenem heimischen Rheinland. Wenn ich dich aber richtig verstanden habe dann führt das längere Training in höheren Regionen generell zur zeitweisen Blutverdickung, was das Höhentraining als solches ja eher als gefährlich einstufen lassen würde ??!!
Ob durch ein Höhentraining, bzw. eine verstärkte Bildung roter Blutkörperchen das Blut wirklich "verdickt" weiss ich nicht. Ich weiss nur dass Blutverdickung beim Höhenbergsteigen ein Problem darstellt, was aber auch mit dem erhöhten Flüssigkeitsverlust zusammenhängen kann. Ich denke wenn Du genügend Flüssigkeit zu Dir nimmst ist das Höhentraining in mässigen Höhen bis ca. 2000 m überhaupt kein Problem.
Dass ein Höhenunterschied von 550 bei starker Belastung spürbar ist glaub ich dir gerne - ich denke aber, dass auch du im Ruhezustand keinen Unterschied zwischen 50 m und 600 m merkst. Ich selbst nehme es ab etwa 2000 m bis 2500 m also ab 1500 m über meinem Wohnort) wahr, dass der Puls etwas erhöht ist.
Nein, im Ruhezustand habe ich als solches keinen Unterschied gemerkt. Selbst wenn ich mit dem Auto auf knapp 2000 Höhenmetern hoch gefahren bin, fühlte ich keine Veränderung, außer das die Luft mir dort oben als angenehmer erschien ( keine Schwüle, keine allzuhohe Luftfeuchte ). Nur bei den ersten Trainingsfahrten auf 600 Metern merkte ich zu anfangs eine doch etwas höhere Atemaktivität, die sich nach 2 Wochen aber aklimatisiert hatte. Gut ich nehme an das du Bergsteiger bist und du dich dann in wesentlich höhere Regionen bewegst. Da kann der Körper irgendwann den minderen Sauerstoffgehalt in der Luft nicht mehr auffangen.