Frage von catchit, 26

Blockade beim Gräteturnen!?

Hallo, mein 'Problem' mag wohl etwas banal und komisch klingen, jedoch beschäftigt es mich immer wieder sehr. Immer wieder treten wir im Leben auf Situationen, wo Mut gefragt ist. Nicht nur im Sport, sondern auch in alltäglichen Situationen... Ich weiss nicht genau wie ich es beschreiben soll, aber ich nenne es eine Art Blockade, die sich in mir aufbaut, sobald ich im Sportunterricht akrobatische 'Übungen', z.B. den Handstand, die Rolle rückwärts, den Salto usw. zu machen habe. Ich WILL es machen, aber meine 'Blockade' lässt es nicht zu. Es ist ein Gemisch aus Wollen + Können + nicht Trauen. Nun haben wir bald eine Kunstturnenprüfung, in der wir eigentlich zum Lachen einfache Übungen vorzeigen müssen, aber mein mentales "Ich" lässt es nicht zu. Ich will, aber kann nicht. Weiss jemand vielleicht, wie ich diese Blockade für ein und allemal wegbringen kann? Ich wäre sehr dankbar um Hilfe, es würde mir unglaublich viel bedeuten. Danke.

Antwort
von wiprodo, 12

Die Behandlung von Blockaden in alltäglichen Situationen ist Sache von Psychiatern und Psychotherapeuten.

Die Beseitigung von Blockaden bei der Ausführung einer bestimmten motorischen Fertigkeit ist Aufgabe des Trainers oder Sportlehrers,
indem das methodische Prinzip der graduellen Annäherung angewendet wird: Ausgehend von einer einfachen Fertigkeit, welche die Grundlage der zu erlernenden Turnübung darstellt, wird erstere schrittweise der zu erlernenden Übung angenähert, also  schrittweise umgestaltet, bis die Zielübung erreicht ist.

Voraussetzung dazu ist,

- dass jeder Schritt so häufig und in so dichter Folge geübt wird, bis er nahezu automatisch, ohne großes Nachdenken, abläuft,

- dass die Veränderung von Schritt zu Schritt derart gering ist, dass kein Raum für irgendwelche Momente der Verunsicherung entstehen kann,

- dass die vom Übenden auszuführenden Aktionen zwar jeweils eines
bewussten Anstoßes, aber keines übermäßigen Krafteinsatzes bedürfen,

- dass die eingesetzten methodischen Hilfen (Zusatzgeräte, Hilfestellung …) entsprechend vorsichtig reduziert werden.

Beispiel Rolle rückwärts am Boden:

- der Übende hockt sich auf eine feste Turnmatte, umfasst seine Schienbeine mit den Händen und macht sich klein und rund, lässt sich nach
hinten auf den Rücken rollen und schaukelt auf dem Rücken hin und her,

- der Übende steigert die Schaukelschwünge bis es ihm gelingt, bei jedem Vorschaukel bis auf die Fußsohlen zu gelangen (mit den Händen am
Schienbein die Füße unter den Hintern ziehen!)

- der Übende steigert die Schaukelschwünge bis es ihm gelingt, bei jedem Rückschaukeln bis auf den Nacken zu gelangen,

- bei jedem Rückschaukeln nimmt der Übende die Hände weg vom Schienbein und hält sie neben die Ohren (Finger nach außen, Handflächen
Richtung Scheitel). Beim Vorschaukeln die Hände wieder an das Schienbein legen!

- der Übende steigert die Rückschwünge, bis er jeweils die Handflächen auf den Boden stützen kann,

- der Übende versucht, beim Rückschaukeln über den Nacken und die stützenden Hände hinweg zu rollen und die Füße hinter sich auf den
Boden zu setzen. Ein Helfer unterstützt durch leichten Schub am Kreuz.

- Die Unterstützung wird mit zunehmender Übung reduziert. Der Übende führt aus dem Hockstand nur noch ein Rückschaukeln mit sofortigem
Überrollen aus…….

Antwort
von FelixMerger, 13

Am besten solltest du zu einen Spezialisten gehen

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