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Bis zu welcher Höhe kann man gefahrlos bouldern?

gefragt von Cappuccina am 07.07.2008 um 17:44 Uhr

Wie ist der Unterschied, ob eine Matte darunter liegt oder nicht?


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derdrehwurm
beantwortet von derdrehwurm am 7. Juli 2008 18:11
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Das - glaube ich - kann man nicht allgemein beantworten. Es spielen einige Faktoren mit:

  • Bodenbeschaffenheit
  • Körperlage
  • Körpergewicht
  • Sturzhöhe

Bei Felsigem, Steinigem Boden ist es schon wichtig ein Crashpad zu haben. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn Du mit der Wirbelsäule auf einen großen Stein oder Felsspitz fällst.

Idealerweise kann Dich der Spotter ja auch auf die Matte ziehen, oder zumindest eine ungünstige Lage korrigieren. Wenn Du horizontal im Überhang von einem Griff rutschst, was wohl die unangenehmste Situation sein dürfte, musst Du versuchen zumindest einen Fuß unter Dich zu bringen, und auf der dem Fuß gegenüberliegen Hinternbacke neben der Wirbelsäule abrollen. Wenn der Boden nicht hart ist, kannst Du auch noch versuchen die Arme über Rückenspannung Seitlich auszufahren. Das hat den Vorteil, dass die Brustwirbelsäule etwas von der Musklulatur geschützt wird, und du den Aufprall ein kleines Bisschen abfedern kannst.

Dein Körpergewicht beeinflusst mit welcher Energie Du aufprallst. Je länger dein Fall ist, desto mehr Zeit hat die Schwerkraft dieses Gewicht mit 9.8 m/s^2 zu Beschleunigen. Ein ungefederter Fall wird schon ab 1 Meter ungemütlich. Wenn Du Dich allerdings mit deinen Beinen auffangen, und vielleicht sogar abrollen kannst, dann sollte auch eine Sturzhöhe von 2 bis 3 Metern drin sein. Ab 4 Metern wird es meines Erachtens nach wirklich ungemütlich, da würde ich nurmehr abklettern, wenn das möglich ist.


MarkusStadler
beantwortet von MarkusStadler am 8. Juli 2008 07:41
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Was sehr viel ausmacht ist die Erfahrung und Übung im Abspringen. Wer ständig nur aus 1 m Höhe abspringt, für den können 3 m schon problematisch werden. Wer aber oft aus größeren Höhen abspringt, für den sind durchaus auch noch Höhen von 4 bis 5 m kontrollierbar, die Cracks springen teilweise sogar von noch höher.

Ansonsten hängts stark vom Untergrund ab - ebener Waldboden (vielleicht sogar mit einer dicken Laubschicht bedeckt) kann ähnlich wirkungsvoll sein wie ein Crashpad - auch tiefer Sand ist eine super Landeunterlage. Grober Schotter, Steine oder Wurzeln hingegen bergen immer die Gefahr von Verletzungen wenn sie nicht abgedeckt werden.

Kommentar von Cappuccina am 8. Juli 2008 10:55

Also ich finde 3m schon ganz schön gruselig als Vorstellung. Mit den Beinen? Oder zählt da Kopf- oder Schulterhöhe?

Kommentar von Lampi am 7. Oktober 2008 09:26

> auch tiefer Sand ist eine super Landeunterlage

Aber nur wenn er absolut trocken ist. Die Erfahrung, dass nasser Sand fast so hart wie Beton ist, mussten etliche Kletterer im Elbsandstein schon machen


anonym
beantwortet von Lampi am 7. Oktober 2008 09:31
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  1. Das "Landen" kann man auch lernen, vorausgesetzt, man fällt mit den Füßen voran. Beim Fallschirmspringen entspricht die Landung einem Sturz aus knapp 2 m Höhe. Die Springer haben allerdings Stiefel an :-) Dennnoch kann man sich mal mit deren Aufsprungtechniken vertraut machen.

  2. Ist der Boden unter dem Boulder abschüssig mit Auslauf, führt die Landung zwar meistens zu Abschürfungen, nicht aber zu Brüchen.


derdrehwurm
beantwortet von derdrehwurm am 8. Juli 2008 12:22
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Ich habe übrigens letztens von gedämpften Boulder-Schuhen gehört, die das Abfedern beim Aufprall erleichtern. Habt ihr schon damit erfahrungen gemacht?


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