Frage von dondonaldi, 84

Bewirken Aminosäure-Produkte tatsächlich eine Leistungssteigerung bzw. eine Verkürzung der Regeneration?

Hallo zusammen,

mich interessiert derzeit die Fragestellung, ob die Einnahme von Aminosäure-Präparaten im Schwimmsport vor dem Hintergrund einer Leistungssteigerung bzw. Verkürzung der Regenerationsphase sinnvoll sein kann. Hat jemand Erfahrungswerte?

Gruß Martin

Antwort
von Tbell, 81

Hi Martin :)

Viele dieser Produkte sind nur Schwindel aber manche wie z.B creatin sowie booster können tatsächlich viel bewirken. Leider kommt es hier auch auf die Verträglichkeit und die Aufnahme an. Ausprobieren! Von z.B glutamin gibt es viel Gerede von wegen Wundermittel und sowas aber ich denke auch diese muss jeder für sich erkunden.

Lg ;)

Antwort
von User345, 70

Ja, wenn man auf Hochleistungsniveau trainiert und bei 2 Trainingseinheiten pro Tag mit der Nahrungszufuhr nicht mehr hinterher kommt.

Die Zellen des Körpers bzw. die Speicher für Zucker und Eiweisse sind nach dem Training besonders aufnahmefähig. Darum sind diese umso schneller wieder voll, wenn man in einem bestimmten Zeitfenster nach dem Sport (bei Aminosäuren sind es ca. 45 min) diese Nährstoffe, möglichst leicht verdaulich, zuführt.

Das ist aber völlig unnötig, wenn man Hobbysport betreibt und nur jeden zweiten Tag trainiert. Die Hersteller von diesen ganzen Ergänzungsmitteln führen die Argumentation der schnelleren Regeneration gerne an, um ihr Zeug zu verkaufen. Und viele Laiensportler plappern das seit Jahren nach, so dass sich da dieses Halbwissen verbreitet hat und viele meinen, dass sie dann ja schneller regenerieren etc.. Was ja richtig ist, aber für Amateure völlig überflüssig....

Wenn Du ernährungstechnisch was für Deine Leistungsfähigkeit tun willst, mach n Kochkurs für vernünftiges Essen und ernähre Dich grundsätzlich nährstoffreich und vielseitig :-)!

Antwort
von whoami, 52

Selbstverständlich. Genug Protein ist Voraussetzung für einen gesunden Körper, ein gesundes Immunsystem und Erhalt der Muskelmasse. Selbst die Reparatur an der durch das Training beschädigten Muskulatur ist nur bei ausreichender Eiweißzufuhr gewährleistet. Wobei man grob zwischen 2 und 3g/kg Körpergewicht täglich anpeilen sollte. Wobei ich eher zu einem guten tierischen Protein rate als zu einzelnen Aminos. Die Aminos nutzen nur, wenn alle Essentiellen in einem perfekten Verhältnis zueinander vorhanden sind.

Hierzu gibt es ein sehr gutes Buch "das Handbuch zu ihrem Körper" von Michalk. Sehr empfehlenswert.


Antwort
von RnbPlayer, 58

Hallo, 

Ich kann dir kurz sagen das Aminos die Leistung minimal steigern. Trotzdem solltest du als Leistungssportler andere Prioritäten haben wie: Genügend durch die Ernährung verzehrte Vitamine und Mineralien verzehren. ''Komplexe Kohlenhydrate'' sowie ''einfache Kohlenhydrate'' nachdem Training. Reine Eiweissquellen und gesunde Fette etc. etc. essen

- Genügend Regeneration haben.

Erst wenn dieser riesen Bereich abgedeckt ist, erst dann kannst mal die Aminos anschauen. die eh nur als Nahrungsergänzungsmittel dienen. Die übrigens einen Bruchteil ausmachen deiner Leistung. (5%)


Das Ganze kannst du mit einem Fettburner vergleichen. Wenn du nur Scheisse isst und Viel trainierst und einen Fettburner einnimmst, wirst du fast kein Fett verbrennen.

Aber wenn du deine Ernährung im Griff hast und weiter strikt ins Training gehst, dann könnte der Fettburner helfen noch das letzte Fett weg zubekommen. Nun muss man sich fragen ob du den Fettburner brauchst um zu definieren? Definitiv nein.. Es ist nur ein Tool.. 

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. 

Ausserdem schreibe ich Ernährungspläne und mache Coatchings, hoffe du schaust mal vorbei :)

Antwort
von ManfredBodyKey, 41
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Titelt die Zeitschrift FITforLIFE 6-15, Seite 44. Der Ernährungsexperte Dr. Colombani, der uns aufklärt:

Jeden Tag wird Muskeleiweiß abgebaut, und muss im gleichen Maße wieder aufgebaut werden. Sonst würden die Muskeln schwinden. Dafür brauchen wir Eiweiß.Der Wiederaufbau lässt sich durch höhere Proteinzufuhr verbessern. Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an: „Nämlich möglichst nahe an der Aktivität“. Tja.Mehr Protein ist auch im Ausdauersport notwendig. Trägt zur Verbesserung der Ausdauerleistung bei.Für den Muskelaufbau ist tierisches Protein besser als pflanzliches Protein (muss ich immer lächeln. Was denn sonst? Bestehen unsere Muskeln aus Soja?)Ideal ist eine Proteinportion „unmittelbar

nach

dem Training“. Tja. Professor Wolfe hat soeben nach radioaktiver Markierung bewiesen, dass das Gegenteil stimmt.Der Mehrbedarf an Protein ist im Ausdauersport gleichgroß wie im Kampfsport. Zunächst erstaunliche Behauptung. Wird gleich präzisiert:Mehr als 2g pro kg Körpergewicht machen keinen Sinn. Tja. Professor Wolfe hat soeben zunehmenden Einbau bis zur doppelten Menge (4g/kg/Kg) bewiesen.Begründung: Bei rund 3g kg Körpergewicht bleibt „der Abbau auf halber Strecke liegen und dass sich dabei im Blut anhäufende Ammonium führt zu Stoffwechselstörungen, insbesondere des Gehirns“. Schaurig.

Grauslich. Erschreckend. Pure Drohmedizin. Und das von einem Sportler? Gab´s da nicht die extrem aufwendige, extrem genaue Studie 1936 in Alaska? An den Inuit? Wo sogar Aminosäuren im Blut gemessen wurden? Wohl verstanden: Bereits 1936. Wo wir so Sätze lesen, dass die Eskimos, wenn´s denn dann da  war, auch „Five to ten pounds meat per day“ gegessen hätten? Also bis 4,5 kg Fleisch täglich. Heißt übersetzt 900g Eiweiß. Heißt übersetzt 15g pro kg Körpergewicht.

Selbstverständlich ohne jegliche Schädigung. Genau das war ja der Punkt dieser ausgedehnten wissenschaftlichen Untersuchung.

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