Frage von trusty 03.04.2011

Beckenschiefstand und Einlage + Sport

  • Hilfreichste Antwort von pate4ever 04.04.2011

    Meine erste Frage ist, ob Du ein tatsächlich kürzeres Bein hast oder es Dir aufgrund von event. einseitigen Training (eine bevorzugte Seite beim Karate) ein muskuläres Defizit (zu schwach, Gegenseite zu stark und steif) "erarbeitet" hast.
    Ich gehe einmal von einem zu kurzen Bein aus, wodurch es allerdings auch zu einer ungleichen Belastung der Muskeln und daher auch zu einer unterschiedlichen Ausbildung kommt. Das Problem dabei ist immer, das die Schmerzen erst viel später kommen und zu diesem Zeitpunkt ein muskuläres Ungleichgewicht bereits vorhanden ist. Das schiefe Becken wird durch die Wirbelsäule und die Rumpfmuskulatur ausgeglichen, die Wirbelsäule daher verstärkt auf einer Seite belastet, die Muskeln können nicht mehr richtig entspannen.
    Als erstes solltest Du herausfinden, was das Spezialgebiet von deinem Physiotherapeuten ist, ich würde einen Sportphysiotherapeuten für Muskeln, Bewegungsabläufe und Haltung empfehlen, die kennen sich auch gut mit den häufigsten Sportarten aus bzw. können es beurteilen, wenn Du ihnen eine Karta (wird das beim Karate auch so genannt?) langsam vorführst. Außer dem gehe ich für ungewöhnliche Probleme, die ich nicht gut eingrenzen kann zu einen Physiotherapeuten mit Osteopathie Ausbildung. Je besser Du deine Probleme kennst, umso eher kannst Du den richtigen Arzt oder Therapeuten finden, gerade bei den Physiotherapeuten mußt Du nach deren Spezialgebiet fragen, weil diese sehr weit gefächert sind und ob sie Dir einen anderen empfehlen können (funktioniert bei uns recht gut).
    .
    Was bringt Dir schwimmen bzw. das Wasser: ich würde Dir vorerst einmal eine Watsu-Stunde vorschlagen, dabei sollten Deine Muskeln relaxen, auf Dauer ist ein aktiver Ansatz (was Du selbst tun kannst) natürlich sinnvoller, aber beim Watsu kannst Du auch ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Bewegung im Wasser anfühlen soll. Das Lockerlassen im Wasser ist für Ungeübte und ohne Anweisungen gar nicht so einfach (und ein wichtiges Element beim Watsu). Bezüglich Übungen im Wasser für Dich selbst, brauche ich noch mehr Angaben, welche Bewegung dir weh tut bzw. in welcher Bewegungsrichtung Du diese Steifheit am stärksten spürst. Am Anfang sollte es auf jeden Fall in einem warmen Wasser (Thermalbad) gemacht werden, weil Du entspannen sollst und nicht gleich trainieren. Wenn es gut funktioniert kann man schon nach 2-3 mal im Thermalbad zu einem normalen Bad wechseln.
    Schreib bitte einen Kommentar zu meiner Antwort, wenn Du mehr dazu wissen willst (mit etwas mehr Angaben zu deinen Schmerzen).

  • Antwort von Gast 03.05.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich habe jahrelang eine Einlage in meinen Schuhen getragen, weil ich eine einseitigen Beckenschiefstand oder Hüftsteilstand oder wie auch immer habe. Die Beinlängendifferenz von ca. 2,5 cm wurde mit 16 festgestellt und als Folge davon Arthrose im Knie diagnostiziert. Mittlerweilen bin ich 46 und habe ca. 17 Jahre mit Einlagen und Schmerzen gelebt und gekämpft. Ich habe immer sehr viel, teilweise auch extesiv Sport (Volleyball 2. Bundeliega) gespielt und entsprechend viel trainiert...immer mit Schmerzen im Knie, in der Hüfte und im Lendenwirbel. Auch diverse Chiropraktiker und Physiotherapeuten haben an mir ihr Geld verdient ohne dass jemals etwas nachhaltig war. Irgendwann bin ich zum Vibrationstraining gekommen. Warum auch immer: seit ich 3-4 x pro Woche darauf trainiere hatte ich nie mehr Schmerzen die mich vom Training abgehalten hätten. Ich laufe pro Woche 20 - 30 km und regeneriere anschliessend immer auf der Platte. Mittlerweile habe ich sogar einen Barfuss Laufschuh (Nike Free) was ich für mich für unmöglich hielt. Innerhalb der 3 Jahren die ich nun Vibrataionstraining mache habe ich keine Knie-, Hüftgelenk oder Rückenschmerzen mehr. Es ist einfach toll :-) Ich benutze ein seitenalternierendes Gerät (VIP 5500). Darauf gekommen bin ich durch diese Seite: http://vibrasport.wordpress.com/category/gesundheit/

  • Antwort von Juergen63 03.04.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Ganze ist jetzt sehr Fachspezifisch. Der Beckenschiefstand geht bei dir ja mit einer Beinverkürzung einher. Durch das verkürzte Bein wird das Becken einseitig stärker belastet was dann die Schmerzen hervorrufen wird. Die Osteopathie ist in der Naturheilkunde sehr verbreitet und wird hier auch gerne angewandt, allerdings bin ich mir nicht sicher ob die Osteopathie in deinem Fall da was ändern kann, denn durch die Behandlung wird dein Bein nicht länger un die Wirbelsäule in ihrer Fehlstellung auch nicht wieder gerade. Und das sind ja die Indikatoren die deine Beschwerden auslösen. Ich sehe das eher zweifelhaft. Allerdings spricht natürlich nichts dagegen sich mit einem Heilpraktiker kurz zuschließen und nachzufragen was er da für Aussichtschancen sieht.

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