Ist ja bekannt, dass die Teilweise mit langen Anzügen das Zeitfahren bestreiten. Bringt das wirklich was?wenn ja wie viel? Und warum wird dann die Startnummer einfach so flattern befestigt?Des kostet doch viel mehr zeit oder?

In einer Triathlon-Training Ausgabe gab es mal einen Windkanal-Test, worin ein weiteres Trikot mit offenem Frontreißverschluß eine Verschlechterung der Werte bei 40km/h um 10 Watt erbrachte. Das würde ich im Umkehrschluß interpretieren, dass Du mit enganliegender Radbekleidung bei 40km/h um ca. 10 Watt weniger Kraft auf die Pedale bringen mußt als mit Flatterbekleidung. Allerdings spielt die Sitzposition auch noch eine Rolle.
Bei den Profis werden die Startnummern nicht flatternd befestigt. Das wäre unsinnig. Bei den Hobbyathleten findest Du das eher.
Bei den Aerohelmen ist es ähnlich. Wenn die Kopfhaltung optimal ist, verringert so ein Helm die Gesamtleistung im Vergleich zum Normalhelm bei Wind von vorn um 5 bis 12 Watt. Jede Abweichung von der optimalen Kopfhaltung verursacht Turbulenzen und erhöht den Luftwiderstand, weil der Helmfortsatz im Wind steht. Die Werte variieren etwas von Helmmodell zu Helmmodell.
Weder die Zeitfahrer noch die Triathleten sind Spinner. Es läßt sich durchaus Kraft sparen und Zeit gewinnen mit dem richtigen Equipment.
Allerdings spielt es erst ab einer gewissen Geschwindigkeit wirklich eine Rolle (ca. 35km/h +). Vorher sollte besser in entsprechendes Training als in technische Gimmicks investiert werden.

Nunja, ich würde mal sagen, das die Zeitfahranzüge mehr einen psychologischen Effekt haben. Ähnlich wie auch die Zeitfahrhelme.
Ich vergaß: Auch bei dem Helmtest gelten die Werte bei 40km/h.