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Heutzutage ist es eher der Kultstatus. Die darin enthaltenen Routen sind alles Klassiker die mehr oder weniger bedeutend für die Entwicklung des alpinen Klettersports waren. Nach heutigen Maßstäben sind höchstens noch 50 - 60 % wirklich schöne Klettereien - die andern kann man aber zumindest als alpine Abenteuerrouten der Extraklasse durchgehen lassen.
Warum das Buch seinerzeit unter Kletterern so einen "bibelähnlichen Status" hatte, lag an mehreren Gründen. Einerseits war es für die damalige Zeit recht aufwändig gemacht mit hervorragenden Wandbildern und ausführlichen Beschreibungen, von Routen, zu denen vorher sonst oft nur unzureichende oder zumindest keine deutschsprachigen Infos aufzutreiben waren.
Dazu kam dann der Sammeltrieb. 100 Route waren darin beschrieben, die allesamt nur den wirklich "Guten" vorbehalten waren. Da ging dann das große Kräftemessen los, nach dem Motto "wieviel Pause-Touren bist Du schon geklettert?"
"31".
"Respekt!"
Erst vor wenigen Jahren konnte der erste Kletterer alle "abhaken".
Interessant - danke für die Erklärung.